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Eine Allianz

Erneut ein Bericht im ODENWÄLDER ECHO, hier vom 07.06.2008:

„Auch Republikaner gegen Umgehung
B-45-Ausbau: Im Kreistag zeichnet sich eine punktuelle Allianz mit den Grünen ab

ERBACH. Die Kreistagsfraktion der Republikaner stellt sich gegen den Bau der Erbacher Westumgehung. Dies geht aus einer gestern veröffentlichten Erklärung ihres Vorsitzenden Helmut Seidel (Erbach) hervor. Zu erwarten ist damit für die erste Parlamentssitzung nach der Sommerpause eine ungewöhnliche Allianz. Denn gegen das Straßenprojekt liegt ein Resolutionsantrag der Grünen vor, den diese dann gemeinsam mit den Republikanern befürworten würden.
Alle weiteren Kreistags-Gruppierungen befinden sich zu dieser Position bisher auf Distanz; zumindest waren sie an der Absetzung der Juni-Kreistagssitzung und damit an der Verhinderung einer aktuellen Behandlung des Themas beteiligt. Allerdings sind Neuorientierungen zumindest nicht ausgeschlossen, wie der Umgang mit dem Vorhaben in Erbachs Stadtverordnetenversammlung gezeigt hat. Diese hatte für den Bau nicht nur mehrheitlich harte Bedingungen gestellt, was so zuvor nicht unbedingt zu erwarten war; darüber hinaus kam es zum Ausscheren einzelner Abgeordneter aus dem Fraktions-Stimmverhalten.

Bei aller Gemeinsamkeit im Nein zur geplanten Erbacher Westumgehung zeichnet sich zwischen Bündnisgrünen und Republikanern indes eine weitergehende Einigkeit selbst in der Verkehrspolitik nicht ab. Denn Helmut Seidel verbindet sein Veto gegen dieses Vorhaben mit der Wiederauflage der alten Forderung nach dem Bau einer Odenwald-Autobahn; diesem Projekt wiederum weinen seit dessen Aufgabe Ende der Siebzigerjahre immer wieder einmal Politiker der verschiedensten Fraktionen nach – nur nicht solche aus den Reihen der Grünen.

Daneben unterbreiten die Republikaner einen Alternativvorschlag zur Entlastung der Erbacher Ortsdurchfahrt der B 45: die weitere Verbesserung des bestehenden innerörtlichen Entlastungsstrangs vom Stockheimer Knoten über Roßbacher Weg, Carl-Benz-Straße, Brunnenstraße, Bahnhofsstraße und Illigstraße zurück zur klassischen Bundesstraßen-Route.

Hier sei ein ähnlicher Effekt wie mit dem Westprojekt zu erreichen, ohne dass die gewaltige Summe von 42 Millionen Euro gebraucht würde. Selbst eine aufwendige Variante mit Bildung einer neuen Spange in Höhe des Firmenanwesens Koziol lasse sich billiger verwirklichen.“




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