Ein Rückblick
Am 08.07.2005 erschien im ODENWÄLDER ECHO nachstehender Beitrag zur „Bürgerinformation“:
„Land will Rechtssicherheit für Trasse
Straßenverkehr: Linienführung der Umgehungsstraße B 45 neu in Erbach soll von jeglicher Bebauung frei bleiben
Erbach. Auch in Erbach soll - in jedoch nicht allzu naher Zukunft - der Fernverkehr nicht mehr durch die Stadt rollen. Allerdings ist das Brett, an dem Kommunalpolitiker und Verkehrsplaner bohren, recht dick: Seit 1970 wird die Idee verfolgt, die Bundesstraße auf einem Teilstück als B 45 neu parallel zur Bahnlinie zu führen.
Das sagte Bau-, Planungs- und Verkehrsausschussvorsitzender Otto Ihrig zu Beginn der öffentlichen Sitzung dieses Stadtverordnetengremiums am Mittwochabend. Schon in den Siebzigern war die Zunahme des Straßenverkehrs der Grund für das Vorhaben, zu dem zunächst vier Varianten geprüft und aus naturschutzrechtlichen oder finanziellen Gründen verworfen wurden. Der jetzt zur Diskussion stehenden Linienführung, die südlich der Bahnüberführung von der heutigen B 45 nach Westen in die Kleingärten abzweigt und im Norden bei der Firma Rowenta auf den Roßbacher Weg stößt, hat die Erbacher Stadtverordnetenversammlung bereits 1983 zugestimmt.
Damals war die Bedingung des Parlaments, dass die Untertunnelung keine Nachteile für die Wohnbebauung bringt. Die Umgehung soll vor der Bahnschranke beim Bahnhof in einem Tunnel verlaufen, der bis zu einer Stelle in Höhe der Sophienstraße 43 reicht. Die Kleingärten verschwinden teilweise unter einem Damm, der für die neue Straße aufgeschüttet wird. Dann wird diese abgesenkt, um unterirdisch weitergeführt zu werden. In diesen, dem Tunnelein- und ausgang nahen Bereichen sind Lärmschutzmaßnahmen vorgesehen. Dies erläuterte Stadtbaumeister Martin La Meir, der auch daran erinnerte, dass die Trasse bereits im Flächennutzungsplan der Stadt 1974 festgehalten wurde. Im Norden der Kreisstadt soll die Umgehung mit einer Brücke über die Carl-Benz-Straße geführt werden, nachdem sie zuvor die Bahnstrecke überquert hat.
Kreisbaudirektor Erwin Wagner dämpfte die Erwartungen der zahlreichen Zuhörer: `Es wird noch viele Jahre gehen, bis die Umgehung verwirklicht wird.´ Bei der momentanen Diskussion handele es sich um einen weiteren Schritt zum Planfeststellungsverfahren. Das erst ermöglicht es dem Kreis, Bauvorhaben auf der künftigen Trasse abzulehnen. Aber: `Jetzt hat das Land im Vorfeld der Planfeststellung ein Verfahren zur Planfestsetzung eingeleitet.´ Ziel ist es, die Trasse der neuen B 45 von jeglicher Bebauung freizuhalten.
Wenn das Erbacher Stadtparlament der aktuellen Vorentwurfsplanung und der Einleitung des Planfeststellungsverfahrens zustimmt, `dann müssen alle Bauanträge dem Land vorgelegt werden´, so Wagner. Dieses könne mit einer Veränderungssperre die Trasse schützen. Bisher ist dies in Erbach nur in Teilbereichen der Fall, für die Bebauungspläne gelten.
Erster Stadtrat Gerhard Grünewald betonte, auch wegen des zunehmenden Lkw-Verkehrs sei die B 45 neu `zwingend notwendig´. Er bat im Namen des Magistrats um Zustimmung. Die erteilte der Ausschuss mehrheitlich; allein Christa Weyrauch, Fraktionsvorsitzende der Grünen, votierte dagegen. Nun muss das Erbacher Parlament über die Angelegenheit befinden.
Auf dessen Entscheidung wartet die Michelstädter Stadtverordnetenversammlung, die ihren Beschluss zurückgestellt hat. Die nördliche Anbindung an den Rossbacher Weg soll auf Michelstädter Gemarkung erfolgen.“
Wo war die „Bürgerwehr“? ... bei den Forderungen, dass die Untertunnelung keine Nachteile für die Wohnbebauung mit sich bringt und die Zielsetzung lautete, die Trasse der neuen B 45 von jeglicher Bebauung freizuhalten ... Eine verdammt gute Frage, Herr „Bürgermeister“!
Der Buschmann-Kommentar im Hessenfernsehen am 17.04.2008 (siehe Berichte): „Eigentlich hätte der Aufschrei, der jetzt auch in der Bevölkerung is, vor drei Jahren stattfinden müssen, denn dort hätte die Stadtverordnetenversammlung insgesamt ja nochemmal durchaus die Sache überdenken können.“
„Land will Rechtssicherheit für Trasse
Straßenverkehr: Linienführung der Umgehungsstraße B 45 neu in Erbach soll von jeglicher Bebauung frei bleiben
Erbach. Auch in Erbach soll - in jedoch nicht allzu naher Zukunft - der Fernverkehr nicht mehr durch die Stadt rollen. Allerdings ist das Brett, an dem Kommunalpolitiker und Verkehrsplaner bohren, recht dick: Seit 1970 wird die Idee verfolgt, die Bundesstraße auf einem Teilstück als B 45 neu parallel zur Bahnlinie zu führen.
Das sagte Bau-, Planungs- und Verkehrsausschussvorsitzender Otto Ihrig zu Beginn der öffentlichen Sitzung dieses Stadtverordnetengremiums am Mittwochabend. Schon in den Siebzigern war die Zunahme des Straßenverkehrs der Grund für das Vorhaben, zu dem zunächst vier Varianten geprüft und aus naturschutzrechtlichen oder finanziellen Gründen verworfen wurden. Der jetzt zur Diskussion stehenden Linienführung, die südlich der Bahnüberführung von der heutigen B 45 nach Westen in die Kleingärten abzweigt und im Norden bei der Firma Rowenta auf den Roßbacher Weg stößt, hat die Erbacher Stadtverordnetenversammlung bereits 1983 zugestimmt.
Damals war die Bedingung des Parlaments, dass die Untertunnelung keine Nachteile für die Wohnbebauung bringt. Die Umgehung soll vor der Bahnschranke beim Bahnhof in einem Tunnel verlaufen, der bis zu einer Stelle in Höhe der Sophienstraße 43 reicht. Die Kleingärten verschwinden teilweise unter einem Damm, der für die neue Straße aufgeschüttet wird. Dann wird diese abgesenkt, um unterirdisch weitergeführt zu werden. In diesen, dem Tunnelein- und ausgang nahen Bereichen sind Lärmschutzmaßnahmen vorgesehen. Dies erläuterte Stadtbaumeister Martin La Meir, der auch daran erinnerte, dass die Trasse bereits im Flächennutzungsplan der Stadt 1974 festgehalten wurde. Im Norden der Kreisstadt soll die Umgehung mit einer Brücke über die Carl-Benz-Straße geführt werden, nachdem sie zuvor die Bahnstrecke überquert hat.
Kreisbaudirektor Erwin Wagner dämpfte die Erwartungen der zahlreichen Zuhörer: `Es wird noch viele Jahre gehen, bis die Umgehung verwirklicht wird.´ Bei der momentanen Diskussion handele es sich um einen weiteren Schritt zum Planfeststellungsverfahren. Das erst ermöglicht es dem Kreis, Bauvorhaben auf der künftigen Trasse abzulehnen. Aber: `Jetzt hat das Land im Vorfeld der Planfeststellung ein Verfahren zur Planfestsetzung eingeleitet.´ Ziel ist es, die Trasse der neuen B 45 von jeglicher Bebauung freizuhalten.
Wenn das Erbacher Stadtparlament der aktuellen Vorentwurfsplanung und der Einleitung des Planfeststellungsverfahrens zustimmt, `dann müssen alle Bauanträge dem Land vorgelegt werden´, so Wagner. Dieses könne mit einer Veränderungssperre die Trasse schützen. Bisher ist dies in Erbach nur in Teilbereichen der Fall, für die Bebauungspläne gelten.
Erster Stadtrat Gerhard Grünewald betonte, auch wegen des zunehmenden Lkw-Verkehrs sei die B 45 neu `zwingend notwendig´. Er bat im Namen des Magistrats um Zustimmung. Die erteilte der Ausschuss mehrheitlich; allein Christa Weyrauch, Fraktionsvorsitzende der Grünen, votierte dagegen. Nun muss das Erbacher Parlament über die Angelegenheit befinden.
Auf dessen Entscheidung wartet die Michelstädter Stadtverordnetenversammlung, die ihren Beschluss zurückgestellt hat. Die nördliche Anbindung an den Rossbacher Weg soll auf Michelstädter Gemarkung erfolgen.“
Wo war die „Bürgerwehr“? ... bei den Forderungen, dass die Untertunnelung keine Nachteile für die Wohnbebauung mit sich bringt und die Zielsetzung lautete, die Trasse der neuen B 45 von jeglicher Bebauung freizuhalten ... Eine verdammt gute Frage, Herr „Bürgermeister“!
Der Buschmann-Kommentar im Hessenfernsehen am 17.04.2008 (siehe Berichte): „Eigentlich hätte der Aufschrei, der jetzt auch in der Bevölkerung is, vor drei Jahren stattfinden müssen, denn dort hätte die Stadtverordnetenversammlung insgesamt ja nochemmal durchaus die Sache überdenken können.“
B45er