Ein Rückwärtssalto
Während die Stadt sich wenigstens noch mühte um den Schein der Bürgersorge, mühte sich der Kreis nunmehr nicht einmal um eigene Worte. Fast geschlossen folgte er der Märchensaga des Barons Schnur. In der damaligen DDR besaß Stasi-Chef Mielke ein Machtimperium, welches auf Großgönnertum und Knute aus intimem Wissen über jeden einzelnen seiner Zöglinge basierte. Nun lehne ich zwar einen Schnur-Mielke-Vergleich definitiv ab, dennoch beschleicht mich das Gefühl, dass in dem sonst so zoologisch anmutenden Parteienstreit nicht von ungefähr eine solch übersinnliche Einigkeit herrscht. SPD, CDU, ÜWG, ja gar die FDP lassen verlauten: „Die Verabschiedung einer Resolution hätte deshalb für das weitere Verfahren keinerlei Bedeutung, ... Diese laufe zudem auf die Beachtung der Erkenntnis hinaus, dass die B 45 als Hauptverkehrsachse des Odenwaldkreis in Nord-Süd Richtung weiter gestärkt werden müsse. Vor allem zur Aufwertung des Odenwaldkreises als Wirtschaftsstandort werde deshalb eine Entlastung in Erbach schon lange folgerichtig gefordert. Insbesondere für die Oberzentkommunen sei sie von elementarer Bedeutung.“
Im November 2006 befasste sich der Lehrstuhl Verkehrs- und Infrastrukturplanung der TU Dresden zusammen mit dem Ingenieurbüro IVAS und der S.T.E.R.N GmbH Berlin in einem großangelegten Forschungsprojekt unter Zuhilfenahme umfangreichster, bereits bestehender Fachliteratur und mit Unterstützung des Deutschen Bundestags, des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung, des Leibnitz-Instituts für Regionalentwicklung und Strukturplanung, der Akademie für Raumforschung und Landesplanung, der Deutschen Verkehrswissenschaftlichen Gesellschaft und vieler weiterer hochrangiger Gremien mit der „Schrumpfung“ von Städten und Gemeinden nebst verkehrsnotwendigen Maßnahmen zur Belebung der Wirtschaft.
Die Städte Erbach und Michelstadt sind in dieser mehrjährigen Forschungsarbeit mit anhaltendem Wachstum ohne demografische Schrumpfung ausgewiesen, der besten, aller erreichbaren Einordnungen in Bezug auf infrastrukturellen, verkehrsfördernden Bedarf ohne „Aufwertung“. Nun könnte schon morgen ein Münchhausen auf einer Kanonenkugel daher geflogen kommen und argumentieren, gerade deshalb sei ja eine „Ortsumgehung“ so wichtig. Die Forschungsarbeit widerlegt definitiv diese Schnapsidee. Der Bund hat elementaren Handlungsbedarf in 1-3-Regionen, die (wenn man sich genauer damit beschäftigt, sind die Zustände in den „Untertypen“ kaum vorstellbar) dringendst neue Straßen benötigen. Erbach und Michelstadt ganz sicher nicht. Warum dennoch immer mehr Einzelhandelsgeschäfte schließen, Firmen kapitulieren und abwandern, ist eine ganz andere Thematik. Nur dafür findet dieser ganze Affenzirkus kein Gehör. Vom Denksinn ganz zu schweigen.
Im November 2006 befasste sich der Lehrstuhl Verkehrs- und Infrastrukturplanung der TU Dresden zusammen mit dem Ingenieurbüro IVAS und der S.T.E.R.N GmbH Berlin in einem großangelegten Forschungsprojekt unter Zuhilfenahme umfangreichster, bereits bestehender Fachliteratur und mit Unterstützung des Deutschen Bundestags, des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung, des Leibnitz-Instituts für Regionalentwicklung und Strukturplanung, der Akademie für Raumforschung und Landesplanung, der Deutschen Verkehrswissenschaftlichen Gesellschaft und vieler weiterer hochrangiger Gremien mit der „Schrumpfung“ von Städten und Gemeinden nebst verkehrsnotwendigen Maßnahmen zur Belebung der Wirtschaft.
Die Städte Erbach und Michelstadt sind in dieser mehrjährigen Forschungsarbeit mit anhaltendem Wachstum ohne demografische Schrumpfung ausgewiesen, der besten, aller erreichbaren Einordnungen in Bezug auf infrastrukturellen, verkehrsfördernden Bedarf ohne „Aufwertung“. Nun könnte schon morgen ein Münchhausen auf einer Kanonenkugel daher geflogen kommen und argumentieren, gerade deshalb sei ja eine „Ortsumgehung“ so wichtig. Die Forschungsarbeit widerlegt definitiv diese Schnapsidee. Der Bund hat elementaren Handlungsbedarf in 1-3-Regionen, die (wenn man sich genauer damit beschäftigt, sind die Zustände in den „Untertypen“ kaum vorstellbar) dringendst neue Straßen benötigen. Erbach und Michelstadt ganz sicher nicht. Warum dennoch immer mehr Einzelhandelsgeschäfte schließen, Firmen kapitulieren und abwandern, ist eine ganz andere Thematik. Nur dafür findet dieser ganze Affenzirkus kein Gehör. Vom Denksinn ganz zu schweigen.
B45er