Ein mathematisches Wunder
21.000 abzüglich 13.700 ergibt? Welches Ergebnis erzielt man bei der Berechnung von 4,9 Prozent aus 13.700? Nun? Ich vermute, in jüngeren Jahren ging das etwas zügiger. Aber Zahlenrätsel erhöhen die Konzentration und darauf kommt es an. Oder besser auf den Wahrheitsgehalt einer Aussage.
Die Industrie- und Handelskammer Darmstadt veröffentlichte am 03.04.2008, eigenartiger Weise also vor Befragung der Industriellen und Gewerbetreibenden zum Bau der „Ortsumgehung“, ein Verkehrsleitbild mit „Forderungen der Wirtschaft“. In der Pressemitteilung vom gleichen Tag heißt es dazu: „In der Ortseinfahrt nach Darmstadt stehen die Autos im Berufsverkehr in langen Schlangen an den Ampeln. Nur im Schneckentempo kommen Berufstätige morgens durch Erbach, weil Lastwagen die Straßen verstopfen. Auf der A5 Richtung Süden kommt zu Stoßzeiten keiner zügig voran. Die Verkehrsinfrastruktur in der Region Darmstadt Rhein Main Neckar schreit allerorts nach Nachbesserungen, nach Ausbau und Instandsetzung. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Darmstadt hat nun erstmals in einem Verkehrsleitbild alle verkehrspolitischen Schwachstellen und Forderungen der südhessischen Wirtschaft zusammengefasst und Ministerien, Lokalpolitikern und Wirtschaftsförderern vorgelegt.“
Auf den Seiten 44/45 wird die durch Lastwagen verstopfte Schneckentempostrecke erwähnt und ein derzeitiger Verkehrsdurchsatz von 13.700 Kraftfahrzeugen pro Tag, davon 4,9 Prozent LKWs, mit 500 Fahrzeugen über 3,5 Tonnen angegeben. Nun lernte ich zwar den Dreisatz, in dessen Ergebnis a) 4,9% rund 670 LKW oder b) 500 LKW gleich 3,65% sind, aber wir wollen nicht kleinlich sein. Denn der Hessische Verkehrsminister Alois Rhiel erklärte: „Durch den Ort fahren bereits heute über 21.000 Kraftfahrzeuge am Tag.“
Für das Jahr 2015 prognostiziert der Verkehrsminister 27.000 Kfz, davon 1.900 LKW. „Die Umgehungsstraße“, so Rhiel weiter „entlastet Erbach in Teilbereichen um bis zu 57 Prozent des für 2015 prognostizieren Verkehrs und reduziert damit erheblich die Lärm- und Schadstoffemissionen.“ ... Denken Sie noch mit? 57 Prozent ergäben einen Verkehrsdurchsatz von 15.390 Kfz auf der neuen B45, auf der alten B45 würden sich damit 11.610 Kfz pro Tag bewegen.
Ist sie nicht perfekt, diese „Entlastung“? Auf der jetzigen B45 würde sich der Verkehr nicht im Geringsten spürbar dezimieren, es käme jedoch gleichzeitig zur innerstädtischen Verdopplung der Lärm- und Schadstoffemissionen durch mittige und Westtangente! Das sagen mir zumindest Dreisatz und logisches Denken. Aber vielleicht bin ich einfach nur zu doof.
Die Industrie- und Handelskammer Darmstadt veröffentlichte am 03.04.2008, eigenartiger Weise also vor Befragung der Industriellen und Gewerbetreibenden zum Bau der „Ortsumgehung“, ein Verkehrsleitbild mit „Forderungen der Wirtschaft“. In der Pressemitteilung vom gleichen Tag heißt es dazu: „In der Ortseinfahrt nach Darmstadt stehen die Autos im Berufsverkehr in langen Schlangen an den Ampeln. Nur im Schneckentempo kommen Berufstätige morgens durch Erbach, weil Lastwagen die Straßen verstopfen. Auf der A5 Richtung Süden kommt zu Stoßzeiten keiner zügig voran. Die Verkehrsinfrastruktur in der Region Darmstadt Rhein Main Neckar schreit allerorts nach Nachbesserungen, nach Ausbau und Instandsetzung. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Darmstadt hat nun erstmals in einem Verkehrsleitbild alle verkehrspolitischen Schwachstellen und Forderungen der südhessischen Wirtschaft zusammengefasst und Ministerien, Lokalpolitikern und Wirtschaftsförderern vorgelegt.“
Auf den Seiten 44/45 wird die durch Lastwagen verstopfte Schneckentempostrecke erwähnt und ein derzeitiger Verkehrsdurchsatz von 13.700 Kraftfahrzeugen pro Tag, davon 4,9 Prozent LKWs, mit 500 Fahrzeugen über 3,5 Tonnen angegeben. Nun lernte ich zwar den Dreisatz, in dessen Ergebnis a) 4,9% rund 670 LKW oder b) 500 LKW gleich 3,65% sind, aber wir wollen nicht kleinlich sein. Denn der Hessische Verkehrsminister Alois Rhiel erklärte: „Durch den Ort fahren bereits heute über 21.000 Kraftfahrzeuge am Tag.“
Für das Jahr 2015 prognostiziert der Verkehrsminister 27.000 Kfz, davon 1.900 LKW. „Die Umgehungsstraße“, so Rhiel weiter „entlastet Erbach in Teilbereichen um bis zu 57 Prozent des für 2015 prognostizieren Verkehrs und reduziert damit erheblich die Lärm- und Schadstoffemissionen.“ ... Denken Sie noch mit? 57 Prozent ergäben einen Verkehrsdurchsatz von 15.390 Kfz auf der neuen B45, auf der alten B45 würden sich damit 11.610 Kfz pro Tag bewegen.
Ist sie nicht perfekt, diese „Entlastung“? Auf der jetzigen B45 würde sich der Verkehr nicht im Geringsten spürbar dezimieren, es käme jedoch gleichzeitig zur innerstädtischen Verdopplung der Lärm- und Schadstoffemissionen durch mittige und Westtangente! Das sagen mir zumindest Dreisatz und logisches Denken. Aber vielleicht bin ich einfach nur zu doof.
B45er