Einen laufenden halben Meter bitte!
Kennen Sie bestimmt auch – den laufenden Meter Gardinenstoff, den laufenden Meter Wurst, den laufenden Meter Rollrasen. Beim Rollrasen wird das schon etwas kritisch, denn da gilt die Abnahmemenge von mindestens 40. Also Metern. Bei Tunneln ist das anders. Die bekommt man sicher auch – vorausgesetzt man hat genügend Bares oder eine Geliebte bei der Bank – in 50-Zentimeter-Stücken. Macht bei idealem Boden, welchen es auszuheben gilt, 5.000 Euro. Stößt man allerdings auf den Buntsandstein, welcher im Odenwald recht reichhaltig vorkommt oder auf Anderes, tief im Erdreich Verborgenes, kann so ein halber Meter tatsächlich bis zu 15.000 Euro kosten. Nun kennen Sie ja bereits die Qualität der Planer und ahnen sicher, worauf das hinauslaufen könnte. Falsch gedacht! Denn ich würde gern für meine Katze solch einen halben Meter bestellen, weil sie sich – dick, wie sie ist – stets durch die engen Streben des Gartenzaunes zwängen muss, um auf die Pirsch zu gehen. Macht den gleichen Sinn. Das große „Vorbild“, die geplante Umgehungsstraße, wird auf 750 Metern untertunnelt wegen genau acht (!) Häusern plus einem Hof. Dem der Bahn. Wenn ich richtig rechne, kostet der kleine, leicht verspätete Aprilscherz damit mindestens 7.500.000 Euro – und das bei idealen Bedingungen! Jetzt aber kommen unsere Planer ins Spiel, die Kreiselplaner sozusagen. Die sprachen in der Vorstellung Ihres Höhlenprojekts gleich mal von 30.000.000 Euro. Vorsichtshalber! Schwant Ihnen was? „Alles für die Katz“? Ja, genau, der Meinung bin ich auch!
B45er