Ein Mekka mit Odenwall
Am 15.06.2007 vermeldete das ODENWÄLDER ECHO:
„Vierspurig oder erstmal gar nichts
Behördentermin: Straßenbauamt lehnt dreistreifigen Ausbau der B 45 ab
MICHELSTADT. Aus dem von der CDU-Fraktion ins Spiel gebrachten dreispurigen Ausbau der B 45 in Michelstadt wird nichts. Das ist das Ergebnis eines Behördentermins im Wiesbadener Verkehrsministerium. In einer am Mittwoch in der Bauausschusssitzung verteilten Drucksache informierte Bürgermeister Reinhold Ruhr die Gremien, dass die Stadt entweder den vom Straßenbauamt in Bensheim favorisierten vierstreifigen Ausbau der Bundesstraße – Lärmschutzwand inklusive – gut heißt, oder bereit sein muss, 20 Jahre auf den Bau einer Westumgehung zu warten, die die SPD in die Diskussion eingeführt hatte.
Für das Straßenbauamt ist mit derzeit 23 650 Fahrzeugen täglich die Belastungsgrenze zwischen Stockheimer Knoten und Potsdamer Platz eindeutig überschritten. Vor dem Hintergrund, dass bis 2015 über 26 000 Fahrzeuge pro Tag prognostiziert werden, erteilte die Behörde einem dreispurigen Ausbau eine klare Absage. Dazu liegen die Knoten zu dicht bei einander. Deshalb verspricht sich das Amt auch von einer tageszeitlich unterschiedlichen Freigabe der Mittelspur keine Abhilfe. Auch die von der SPD favorisierte Nord-Süd-Spange in Verlängerung der geplanten Erbacher Ortsumgehung vom TÜV an der Firma Mühlhäuser vorbei bis zur Toom-Auffahrt fand beim Straßenbauamt wegen der Dringlichkeit des Problems keine Gnade. Eine solche Lösung ist nur realisierbar, wenn diese Straßenachse in den Verkehrswegeplan des Bundes aufgenommen wird. Der derzeit gültige Plan hat eine Laufzeit bis 2015. Mit einer Umsetzung wäre also frühestens in 20 Jahren zu rechnen.
Für das Bensheimer Amt kommt deshalb nur ein vierspuriger Ausbau samt einer 5,50 Meter hohen Lärmschutzwand in Frage. Und vom Verkehrsministerium wurde wohlwollende Unterstützung beim Genehmigungsverfahren signalisiert.
Stimmt die Stadt zu, kann das Verfahren anlaufen und ein Baubeginn wäre 2010/2011 möglich. Allerdings müssen die politisch Verantwortlichen den rund 100 betroffenen Hausbesitzern zuvor noch erklären, warum ihnen eine Schallschutzwand in dieser Höhe vor die Nase gesetzt wird.“
Die Dringlichkeit einer „Michelstädter Lösung“ ergibt sich zwingend aus dem Umsetzungswillen der Ortsumgehung in Erbach. Rein zeitmäßig zufällig würde der Baubeginn nahtlos an die Grobfertigstellung in Erbach anschließen. Schnurs SPD geht zwar (noch) nicht über Leichen, nimmt aber einhellig und treuen Beistands die restlose Verschandelung beider Städte, aber auch der Umgebung in Kauf. So widersinnig vermochte ich (noch) nicht zu denken, als ich den Beitrag „Ein durchschaubarer Plan“ formulierte. Etwa 5,50 Meter hohe Schallmauern ab Roßbacher Knoten beidseits bis zum Potsdamer Platz machten aus Einhards einstigem Besitz einen WALLfahrtsort primitivster städtebaulicher Planung. In diesem Sinne kann man gern noch einmal über eine Fusion mit Erbach diskutieren.
Vielleicht sollte die Bürgerinitiative Ortsumgehung Erbach neue Verbündete auch in der Nachbarstadt suchen. In derart kleinen Zeitungsartikeln wird man der Informationspflicht gegenüber den Bürgern hüben wie drüben nach Ansicht der „Stadtväter“ in vollem Umfang gerecht. Nur sicher hat es der Eine oder Andere überlesen und erhält erst dann davon Gehör, wenn vier Kanäle gleichzeitig dröhnen.
„Vierspurig oder erstmal gar nichts
Behördentermin: Straßenbauamt lehnt dreistreifigen Ausbau der B 45 ab
MICHELSTADT. Aus dem von der CDU-Fraktion ins Spiel gebrachten dreispurigen Ausbau der B 45 in Michelstadt wird nichts. Das ist das Ergebnis eines Behördentermins im Wiesbadener Verkehrsministerium. In einer am Mittwoch in der Bauausschusssitzung verteilten Drucksache informierte Bürgermeister Reinhold Ruhr die Gremien, dass die Stadt entweder den vom Straßenbauamt in Bensheim favorisierten vierstreifigen Ausbau der Bundesstraße – Lärmschutzwand inklusive – gut heißt, oder bereit sein muss, 20 Jahre auf den Bau einer Westumgehung zu warten, die die SPD in die Diskussion eingeführt hatte.
Für das Straßenbauamt ist mit derzeit 23 650 Fahrzeugen täglich die Belastungsgrenze zwischen Stockheimer Knoten und Potsdamer Platz eindeutig überschritten. Vor dem Hintergrund, dass bis 2015 über 26 000 Fahrzeuge pro Tag prognostiziert werden, erteilte die Behörde einem dreispurigen Ausbau eine klare Absage. Dazu liegen die Knoten zu dicht bei einander. Deshalb verspricht sich das Amt auch von einer tageszeitlich unterschiedlichen Freigabe der Mittelspur keine Abhilfe. Auch die von der SPD favorisierte Nord-Süd-Spange in Verlängerung der geplanten Erbacher Ortsumgehung vom TÜV an der Firma Mühlhäuser vorbei bis zur Toom-Auffahrt fand beim Straßenbauamt wegen der Dringlichkeit des Problems keine Gnade. Eine solche Lösung ist nur realisierbar, wenn diese Straßenachse in den Verkehrswegeplan des Bundes aufgenommen wird. Der derzeit gültige Plan hat eine Laufzeit bis 2015. Mit einer Umsetzung wäre also frühestens in 20 Jahren zu rechnen.
Für das Bensheimer Amt kommt deshalb nur ein vierspuriger Ausbau samt einer 5,50 Meter hohen Lärmschutzwand in Frage. Und vom Verkehrsministerium wurde wohlwollende Unterstützung beim Genehmigungsverfahren signalisiert.
Stimmt die Stadt zu, kann das Verfahren anlaufen und ein Baubeginn wäre 2010/2011 möglich. Allerdings müssen die politisch Verantwortlichen den rund 100 betroffenen Hausbesitzern zuvor noch erklären, warum ihnen eine Schallschutzwand in dieser Höhe vor die Nase gesetzt wird.“
Die Dringlichkeit einer „Michelstädter Lösung“ ergibt sich zwingend aus dem Umsetzungswillen der Ortsumgehung in Erbach. Rein zeitmäßig zufällig würde der Baubeginn nahtlos an die Grobfertigstellung in Erbach anschließen. Schnurs SPD geht zwar (noch) nicht über Leichen, nimmt aber einhellig und treuen Beistands die restlose Verschandelung beider Städte, aber auch der Umgebung in Kauf. So widersinnig vermochte ich (noch) nicht zu denken, als ich den Beitrag „Ein durchschaubarer Plan“ formulierte. Etwa 5,50 Meter hohe Schallmauern ab Roßbacher Knoten beidseits bis zum Potsdamer Platz machten aus Einhards einstigem Besitz einen WALLfahrtsort primitivster städtebaulicher Planung. In diesem Sinne kann man gern noch einmal über eine Fusion mit Erbach diskutieren.
Vielleicht sollte die Bürgerinitiative Ortsumgehung Erbach neue Verbündete auch in der Nachbarstadt suchen. In derart kleinen Zeitungsartikeln wird man der Informationspflicht gegenüber den Bürgern hüben wie drüben nach Ansicht der „Stadtväter“ in vollem Umfang gerecht. Nur sicher hat es der Eine oder Andere überlesen und erhält erst dann davon Gehör, wenn vier Kanäle gleichzeitig dröhnen.
B45er