Eine Farce

Spätestens am heutigen Freitag dürfte den meisten die Bedeutung einer Entscheidung bewusst geworden sein, welche in der Stadtverordnetenversammlung gefällt wurde. Ein mehrheitliches JA zum Bau einer „Umgehungsstraße“ erreicht somit die tatsächliche Wirkung einer schallenden Ohrfeige an die betroffenen Menschen. Inkompetenz und parteienpolitisches Gerangel haben zu einem klaren JA an die bewusste Zerstörung der Umwelt, zu einem klaren JA an die bedeutsame Verschlechterung der Lebensverhältnisse, zu einem klaren JA an die rigorose Verschwendung von Millionen und Abermillionen an Steuergeldern, zu einem klaren JA an die massive Wertminderung von Grund und Boden, zu einem klaren JA an Dummheit und Ignoranz geführt. Einzig die drei Stadtverordneten Frau Weyrauch sowie Herren Barnack und Walther, denen ich meine Hochachtung zolle, müssen – wahrlich nicht nur visuell – von dieser stumpfsinnigen Altherrenriege ausgenommen werden. Ein neben mir sitzender Besucher der gestrigen Sitzung äußerte: „Die gehören doch ins Altersheim.“ und ich möchte dieser Aussage heute hinzufügen: Ja, in das entstehende am Rößbächlein, denn eine geforderte Tunnelverlängerung muss nicht zwingend erfolgen und damit säßen sie an der Basis des Unheils. So, wie in ihrer Beschlussfassung am gestrigen Abend.
Der Selbstgefälligkeit waren keine Grenzen gesetzt. Bürgermeister Buschmann setzte dieser makabren Inszenierung die (Tunnel-)Krone auf. Er hätte – wie leider Gottes nur angedroht – diese nehmen und gehen sollen. Für immer. Und ihn mitnehmen, den Harlekin der höfischen Zeremonie Duarte Marques, welcher sich abendverlängernd im Schnellsprechen übte. Wie lang sind eigentlich 350 Meter Zusatz-Tunnel? In etwa? Etwas mehr, als der bereits geplante? Cirka eine zusätzliche Verlängerung von diesem „Etwas mehr“? Oder doch nur die Hälfte? Erschreckend kurz würde ich meinen!
Hätte doch nur einer der sonst so agilen Bürgerinitiativler RTL zu diesem Schauspiel eingeladen. Hohe Quoten wären garantiert gewesen für dieses „Big Brother“ der untersten Schublade.

Fassungslosigkeit, Wut und Entsetzen bestimmten die Meinung der vorzeitig den Saal verlassenden Bürger. Dieses tief sitzende Gefühl wird verankert bleiben bis in die nächste Wahlperiode. Und man darf gespannt sein, welche Ausreden CDU, SPD und ÜWG in dem voraussichtlichen Bau-Dreck-Wahlkampf finden.

P.S.: Wenn Ja JA bedeutet, heißt das nun automatisch, dass nein NEIN ist oder wäre der Logik halber ein nein JA angebrachter? Diese Polemik der Stadtverordneten wird wohl jedem ein Rätsel bleiben.




Uli Koch (anonym)

Hallo B45er! Leider konnte ich an der gestrigen Sitzung aus beruflichen Gründen nicht teilnehmen. Ich hatte gehofft, die Abgeordneten würden eine V E R N U N F TEntscheidung treffen und kann noch gar nicht glauben, wie stur und geistig arm diese Leute sind. Ich will mich jetzt beim Bundesfinanzminister beschweren. Es kann absolut nicht angehen, daß wir alle derart über den Tisch gezogen werden!

H.-J. Ihrig (anonym)

Nichts in unserer Umwelt ist so verkommen wie die politische Landschaft.

Tante Rosa

Missbrauch durch die Oberen?

Am Traurigsten finde ich die Politiker eine Stufe höher. Herr Schnur, Frau Ober und Herr Reuter. Letztere verdient Geld als Landtagsabgeordneter und drückt sich konsequent. Wofür ist der im Landtag? "Der Ball ist jetzt im Spielfeld der Erbacher Stadtverordneten, ich kann da nichts machen", so redet er sich konsequent raus.
Ebenso Frau Ober, sie telefoniert mit der Parteispitze in Berlin, doch hier kann sie leider nichts tun? Und Horst Schnur, sitzt der konsequent sein letztes Jahr ab und aus?
Die kleinen Stadtverordneten machen ihre Arbeit an der Basis ohne große Kohle, sie machen viel "nicht selbstverständliches auch für uns" und jetzt sitzen die in der Scheiße und sollen die Verantwortung für das von oben verordnete Ja des Kreises übernehmen. Die kriegen dann die Schelte und den Druck. Kein Herr Schnur, keine Frau Ober, kein Herr Reuter übernehmen für ihre Haltung eine Verantwortung, sie stehlen sich davon und erscheinen bei keiner Einladung oder Sitzung. Wird hier Missbrauch durch die Oberen betrieben? Zumindest ist es taktieren und die Kleineren im Feuer verheizen. Dreckiges Geschäft mit zunehmendem Verfall an Werten und Integrität. Frau Lannert hat sich zumindest der Sache angenommen. Ob die CDU als der Gewinner aus der Sache gehen wird?
Gruß von Tante Rosa

Uli Koch (anonym)

Im Imkehrschluß bedeutet das, daß wir es nur noch mit dem S C H E I N von Demokratie zu tun haben!
B45er

Ich gebe "Tante Rosa" Recht und vermerkte dies auch etwas unterschwellig in meinen Beiträgen. Parteispitzen, die in der momentanen Situation den weitreichenden Befürchtungen von Wählern hätten Beachtung schenken müssen, schwiegen sich aus in direkter Konfrontation. Landrat Schnur machte ein (SPD-)"Abschiedsgeschenk" und Frau Ober ist noch nicht in der oberen (SPD-)Zentrale angekommen. Zumindest behauptet sie das. Herr Reuter letztlich wünscht auf seiner Homepage als aktuellesten Beitrag ein schönes Osterfest! Noch Fragen?
Nadine Auerhammer (anonym)

Grüsse aus dem Armenhaus Michelstadt ins Armenhaus nach Erbach! War zu erwarten dieses Fiasko, obwohl ich es trotzdem schrecklich finde. Kann man nicht irgendwelche Protestaktionen starten, Demos oder Boykotts, damit die Herrschaften merken, für wen die eigentlich da sind?

Köster (anonym)

Presse

Als bisher nur stiller Leser dieser Internetseite frage ich jetzt laut, ob irgendjemand was in der Presse gefunden hat zu dieser skandalösen Abstimmung? Oder herrscht da auch schon Zensur???

Presse

Hallo,

auf echo-online sind zwei Artikel veröffentlicht. Die Printversion steht in der morgigen Ausgabe des Odenwälder Echos. Schneller ist bei Printmedien durch abendlichen Redaktionsschluss ja nicht möglich - also.... man sollte nicht an Zensur denken....
Gisela (anonym)

Eine Farce

Hallo B45er,
guter Beitrag - Volltreffer. Da war aber noch jemand gesessen, der nicht ins Altersheim gehört. Schau mal genauer hin!
Deine respektlose Gisela

B45er

Respektlos? Mag sein, Gisela. Aber eigentlich mag ich klare Ansagen sehr. Dein erster Kommentar wurde von mir lediglich gelöscht, weil ich einen Zwei-Fronten-Krieg nicht dienlich in der Sache finde. Um so mehr aber gibst Du mir Rätsel auf. Uli Glenz dürfte es nicht sein, denn dieser enthielt sich der Stimme. Oder meinst Du ihn?
Gisela (anonym)

Eine Farce

Du tust der Frauenwelt ein wenig Unrecht! Dabei sind wir deine größten Fans!

B45er

Nun, es waren drei grüne (aber gereifte) Frauen da, ... Entschuldigung, zweier weiterer hätte ich Bedeutung schenken müssen, wären mir ihre Namen bekannt. In diesem Zusammenhang erkläre ich aufrichtig und sehr gern, dass beide keineswegs ins Altenheim gehören, sondern mehr Verstand besitzen, als die greisen Herren.
Gisela (anonym)

Eine Farce

So B45er.
Der Boden wird zu heiß - bin weg!
B45er

:-))) ... Danke für das Lachen in meinem Gesicht!
Reiner Knapp (anonym)

Warum

.... warum sucht man nicht nen fairen Umgang mit den Stadtverordneten. Ich bin kein Politiker - aber man sollte bedenken, dass diese in dem Verfahren nur ne Stellungnahme abgeben - keine Entscheidungsbefugnis haben. Der Zorn ist hier falsch angebracht - zumal Ihr ja ausgerechnet von diesen Leuten vertreten werden wollt, die Ihr zu übelst beschimpft. Das Schlimmste daran finde ich, dass Ich die Leute - über die so hergezogen wird, noch nicht einmal kennt (noch nicht mal den Namen der "eigenen Stadtverordneten".... PEINLICH

Also - ne faire Diskussion und die Kritik an richtiger Stelle wäre zielführender

Gruß
Reiner Knapp (und das ist mein REALER Name)
Reiner Knapp (anonym)

...Ergänzung....

... sollte natürlich nicht "ICH" heißen... sondern die StVO, die "IHR" nicht mal namentlich kennt... sorry für den Tippfehler
B45er

Guten Abend Herr Knapp,

die Namen der Stadtverordneten in alphabetischer Reihenfolge:

Stadtverordnete Frau Ursula Barnack
Stadtverordneter Herr Dipl.-Ing. Stefan Barnack
Stadtverordneter Herr Ulrich Brunner
Stadtverordneter Herr Antonio Duarte Marques
Stadtverordneter Herr Gerd Einwächter
Stadtverordneter Herr Ulrich Glenz
Stadtverordneter Herr Eckhard Heinrich
Stadtverordneter Herr Otto Ihrig
Stadtverordneter Herr Wilhelm Kabrhel
Stadtverordneter Herr Ernst-Wilhelm Kredel
Stadtverordneter Herr Oliver Kumpf
Stadtverordnete Frau Ingeborg Lange
Stadtverordnete Frau Elisabeth Möschner
Stadtverordneter Herr Dipl.-Ing. Erich Petersik
Stadtverordneter Herr Heinz Rebscher
Stadtverordneter Herr Jürgen Reiter
Stadtverordnete Frau Sandra Ripper
Stadtverordneter Herr Bernd Rodemich
Stadtverordneter Herr Dipl. Ind. Designer Bernhard Röck
Stadtverordneter Herr Volker Scheuermann
Stadtverordnete Frau Heike Schmidt
Stadtverordneter Herr Gernot Schwinn
Stadtverordneter Herr Rainer Schwinn
Stadtverordneter Herr Dipl.-Ing. Carl Sluka
Stadtverordnete Frau Jutta Stegmüller
Stadtverordnete Frau Herta Stroth
Stadtverordneter Herr Klaus-Peter Trumpfheller
Stadtverordneter Herr Dr. Dirk Walther
Stadtverordnete Frau Christa Weyrauch
Stadtverordnete Frau Nevin Öztürk

Ich hoffe, Ihnen in diesem Sinne weitergeholfen zu haben.
Reiner Knapp (anonym)

grööööööllllllll..... jepp.... mag richtig sein... lach... aber Zitat: "...wären mir ihre Namen bekannt..."... Hatte aufgrund dieser Aussage meinen offensichtlichen Fehlschluss gezogen. Aber trotzdem meine ich man sollte nicht bei den Falschen überziehen - sie sollen die Bürger ja vertreten und uns weiter helfen - das machen sie bestimmt nicht, wenn man sie nur beleidigt... ist einfach nur ein Apell an ne gewise Fairness und Sachlichkeit. Ansonsten finde ich es doch auch vollkommen in Ordnung, dass sich Bürger engagieren, nur Fair muss es bleiben.

Gruß

Reiner
B45er

In diesem Sinne Reiner ... packen wir es gemeinsam an! In puncto Stellungnahme allerdings muss ich verweisen auf die Worte des Herrn Buschmann: Wenn die Stadt die "Ortsumgehung" ablehnt, wird diese definitiv auch nicht gebaut! (Anm.: Für diese definitve Entscheidungsfindung ist immer noch Zeit bis zum 5. Mai!)
Reiner Knapp (anonym)

naja - das wäre aus meiner Sicht das absolut nicht Wünschenswerte, da ich ja an der B 45 alt wohne. Ich denke es gibt Kompromisslösungen, die eine echte Umgehung rechtfertigen, aber niemand so belastet. Die Umgehung jetzt aus "Eigeninteressen" ganz abzulehnen, wäre die falscheste Entscheidung. Es gibt sicherlich geeignete Trassenführungen, die problemloser und auch wirtschaftlich vertretbar sind.

Also - schaun wir mal
Corinna Wolff (anonym)

wird hier gerade innerstädtische & gemeinsame politik betrieben? wenn ja, dann ist das GUT so! ;-)
Reiner Knapp (anonym)

...naja - es wäre schön so... So wie wir B45alt-Bewohner irgendwann entlastet werden wollen, ist es verständlich, dass niemand mit B45neu belastet werden soll. Und es wird Lösungen geben. Fraglich ist halt immer inwieweit sie dann möglich sind und der Bund - bzw. Land in Form vom ASV darauf eingeht oder eingehen kann - wir sind ja Laien und keine Tiefbauingenieure... also hoffen wir das Beste für uns Alle

gruß
Reiner
B45er

Hallo Reiner,

was den Stil dieser B45-Seite anbetrifft, empfehle ich ferner folgenden Link. Ich muss noch einmal betonen, dass es nicht, definitiv nicht darum geht, Sie, wie auch die anderen Anwohner der jetzigen B45 "abzuwerten", eine Argumentation nach dem Motto: "Diese Bewohner wussten doch, dass sie an einer Hauptverkehrsader bauen oder in lärmbelastete Wohnung beziehen" kann und darf es nicht geben. Wir leben in einem Zeitalter, das erlaubt, für fast jede Art von Beeinträchtigung eine Lösung zu finden und diese auch zu realisieren. Die Problematik liegt aus meiner Sicht in der immensen Verschuldung Erbachs, welche eine solche Realisierung nicht möglich macht. Also ergreift man den Bundeshaushalts-Strohhalm, welcher eine vermeintliche Verbesserung der Gesamtsituation vorgaukelt. Selbst ein Wirtschaftswachstum wird prophezeit in Tagen, da sogar die ROWENTA abbaut. Aus unserer speziellen und einzigartigen Region könnte mit viel Engagement und entsprechendem Fachpersonal ein "Luxusappartement Deutschlands" geschaffen werden. ErGogglen Sie einmal die vielfältigen Fachberichte hierzu, nahezu spannend und mitreißend, was sich da liest. Wenn wir heute schon "Zukunftsmusik" blasen, ist der Marsch da hin auch im Gleichschritt.
Reiner Knapp (anonym)

Hallo Frau Schmidt,

ich kann Ihnen in großen Teilen nur recht geben. Genau das was Sie jetzt empfinden, habe ich als Außenstehender vermutet und hier und auf der BUE-HP auch geäußert. Ich würde als Parlamentarier nach solchen Angriffen und Beleidigungen keinen Finger mehr für die "B45 neu Gegner" krumm machen - warum denn, wenn man nicht sachlich diskutiert sondern beleidigt. Die Bereitschaft von Ihnen und Ihren Kolleginnen und Kollegen der StVO-Versammlung in diese Argumentation einzutreten, obwohl die Grundlagen schon lange vorher gelegt wurden, empfinde ich als ein gesundes Stück Basisdemokratie, für das man sich nicht noch diffamieren lassen muss.

Unumwunden fühlen wir Anwohner der B 45 alt uns auch verschaukelt, wenn nach über 20jährigem Versprechen jetzt auf einmal Sie als Parlamenterier das gesamte Projekt kippen würden - wo bleibt dann die Rechtssicherheit für uns? Als die Abstimmung vor fünf Jahren stattfand, war die Besiedlung in Erbach West mit der derzeitigen schon vergleichbar. Da gab es keine Bürgereinwendungen. Ausserdem ist dieses Thema bereits genau mit der Trasse seit den letzten 20 Jahren auf dem Tisch - also jeder Neubau in diesem Gebiet wurde sehenden Auges trotz der "Gefahr" einer Umgehungsstraße gebaut. Wo kann also dann von diesen Leuten eine Rechtssicherheit oder ein Bestandsschutz gefordert werden, wenn ihnen bewusst war, dass so eine Maßnahme ansteht - das hatte sich auch auf die Grundstückspreise schon vor Jahren ausgewirkt.

Ein Vergleich "wer oder wieviel werden mehr belastet" alt oder neu??? Lieber B45er - auch das kann man in beide Richtungen verargumentieren. Wenn ich die vielen Bemühungen sehe, bei denen wir (ich war Schulenterbeiratsvorsitzender - aber auch alle meine NachfolgerInnen und VorgängerInnen , die gesamte Elternschaft, das Lehrerkollegium und die Schulleitung) schon seit Jahren bemüht sind die Grundschule (Schulhof hat nen Abstand von nicht mal einem Meter zur Bundesstraße) verkehrssicher zu gestalten. Wer Kinder in der Grundschule hat oder hatte kennt dieses Problem. Hmmm..... sollte man jetzt nicht prioritär argumentieren die Sicherheit der Grundschüler geht den Eigeninteressen der Erbach-Westler vor????

Also - ich habe bewusst polemisiert, um klar zu machen, dass es für jeden genug Möglichkeiten gibt nach dem St.-Florians-Prinzip die Bundesstraße dem anderen "vor die Haustür zu argumentieren". Also - wird das Projekt ganz eingestampft, wird es bald eine BI "B45 alt" geben - verlegen wir sie in den zwischenzeitlich auch besiedelten Osten wird es die BI "Erbach Ost" geben.

So kommen wir absolut nicht weiter. Lassen wir doch die gegenseitige Zuschieberei des Schwarzen Peters. Arbeiten wir an Ideen, die uns ALLE weiterbringen.

Wir sollten in der Diskussion absolut nicht auf die Stadt Erbach und ihre finanzschwache Situation abzielen, dass diese deshalb die Bundesmittel als Strohhalm sehen könnte. Diesbezüglich bitte ich, dass man sich vor so Aussagen mit den gesetzlichen Zuständigkeiten zur Straßenbaulast beschäftigt. Egal welche Variante letztendlich gebaut werden wird, kommt die Stadt Erbach finanziell ins Spiel, weil die B 45 alt dann herabgestuft wird zur Kreisstraße, teilweise vielleicht sogar auf Teilstrecken zur Ortsstraße. Egal wie, hat die Stadt dann künftig die Straßenbaulast und Unterhaltung zu tragen. Also kann die Stadt Erbach das nicht als Strohhalm sehen - sondern sie kommt dann ihren Verpflichtungen nach, die höhere finanzielle Aufwendungen nach sich ziehen.

Auch die permanente Diskussion über Ziel- oder Quellverkehr finde ich vollkommen daneben, da einfach nur Aussagen in den Raum gestellt werden, die nicht fundiert sind. Und es ist auch nicht so, dass Verkehrszählungen ausschließlich von Schülern mit der Bierflasche am Hals (wie irgendwo weiter oben erwähnt) durchgeführt wurden, sondern das ASV diese Zahlen auch mit eigenem Personal validiert hat. Vor meinem Haus jedenfalls stand Personal des ASV zur Verkehrszählung. Dass im PKW-Bereich Einiges dem Ziel- und Quellverkehr zuzuschreiben ist, mag ich nicht anzweifeln - aber der gesamte Schwerlastverkehr ist dies zum überwiegenden Großteil nicht (weil wir eben kaum noch Industrie haben). Dadurch ergäbe sich eine WESENTLICHE Entlastung, wenn dieser über eine Umgehung laufen würde. Die angeführten minimalen Entlastungen sind also nicht zutreffend, da genau diese Brummis die riesen Emissionen sowohl an Lärm als auch an Abgasen und Feinstaub nach sich ziehen. Von den durchrasenden Motorrädern (die dem Lärmpegel eines startenden Jumbos entsprechen und für die teilweise 100 Km/h gilt - denken sie jedenfalls) ganz zu schweigen.

Man sieht also, dass man alles argumentieren kann - alles absolut nicht zielführend. Wir werden alles unternehmen, um die Trasse vor unserer Haustüre weg zu bekommen, Sie um die Trasse nicht vor ihre Haustür zu bekommen.... Beides verständlich.

Ich finde es gut, wenn Trassenführungs-Vorschläge gemacht werden. Das ist der richtige Weg diese mit dem ASV zu besprechen. So helfen wir auch unseren Parlamentariern. Immer vorausgesetzt, das Land und der Bund sind überhaupt gesprächsbereit. Dass unsere Parlamentarier das sind, müsste jedenfalls bei den Informationen und Sitzungen klar geworden sein (ich habe jedenfalls - ausser bei den Fusionsbestrebungen - noch keine Stadtverordneten-Versammlung mit 200 Besuchern vorher erlebt).

So - genug für heute getippelt
viele Grüße

Reiner Knapp
B45er

Zitat:

"Dadurch ergäbe sich eine WESENTLICHE Entlastung, wenn dieser über eine Umgehung laufen würde. Die angeführten minimalen Entlastungen sind also nicht zutreffend, da genau diese Brummis die riesen Emissionen sowohl an Lärm als auch an Abgasen und Feinstaub nach sich ziehen. Von den durchrasenden Motorrädern (die dem Lärmpegel eines startenden Jumbos entsprechen und für die teilweise 100 Km/h gilt - denken sie jedenfalls) ganz zu schweigen.

Frage:

Ihre ganz persönliche und verständliche "Entlastung" nach Erbach-West, Herr Knapp?

Nachfrage:

Im Jahr 2005 wurden Sie (präzise) informiert zu einer alternativen Streckenführung in Form der geplanten "Ortsumgehung"? Oder war Ihnen die "Genugtuung" wichtiger als eine Lösung des Problems an sich?
Reiner Knapp (anonym)

Hallo B 45er,

zu den zwei Fragen: Ich denke meine Auffassung hierzu schon zum Ausdruck gebracht zu haben - ich will eine GEMEINSAME LÖSUNG und nicht den Dreck vor Eure Haustür verlagern. Deshalb rede ich mir ja den Mund nach einer Kompromisslösung fusselig. Also - wir sind da beieinander.

Im Jahr 2005 habe ich mir keine detaillierten Informationen zu diesem Projekt geholt, weil ich zu diesem Zeitpunkt in Wiesbaden gewohnt habe und nur am Rande mitbekommen habe, dass man sich auf eine Trassenführung entlang der Bahnlinie mit Tunnel einigen konnte. Hätte es damals schon Bürgerproteste gegeben, hätte ich mich sicherlich auch schon damals engagiert. Nur - es fehlte der Anlass, da ja offensichtlich eine tragbare Lösung gefunden wurde. Und - ich denke es ist nicht sinnvoll gesamtes Verwaltungshandeln zu überprüfen und zu bezweifeln, wenn dafür offensichtlich kein Grund besteht. So wie die Betroffenen jetzt Argumente zusammentragen, hätte ich mir damals über genau diese Argumente Gedanken machen müssen und das wenn es noch nicht mal die Betroffenen selbst machen. Insofern war es für mich selbstverständlich eine Lösung hier entlastet zu werden und an der neuen Trasse gab es seinerzeit keine Einwendungen.

Aber es ist nicht mein Ansinnen in der Vergangenheit rumzustöbern oder zu argumentieren wer mehr Belastungen abkriegen soll. Wie mehrfach wiederholt - ich setze mich für eine Lösung ein, die für ALLE die geringste Belastung ist.

liebe Grüße

Reiner
Heike Schmidt (anonym)

ebenfalls Farce

Mein Name ist Heike Schmidt und ich bin seit 2 Jahren Stadtverordnete.
Wer mich kennt, weiß, dass ich kein bequemer Ja-Sager bin. Ich versuche, meine Entscheidungen nach bestem Wissen und Gewissen zu treffen. Und ich wehre mich gegen diese polemische Art und Weise, in der wir ehrenamtlich Tätigen hier für dumm und ignorant hingestellt und angegriffen werden.
Jeder hat die Möglichkeit, sich politisch zu engagieren und sollte dies tun. Auch wenn er dann Entscheidungen zu treffen hat, die ihn nicht persönlich betreffen. Das ist Engagement für unsere Stadt und nicht nur für sich selbst.
Die Art und Weise, wie hier mit dem Thema Umgehungsstraße umgegangen wird, ist egoistisch und widerspricht meinem Demokratieverständnis!
Die Aussage, die Obrigkeit diktiert und das Volk hat den Mund zu halten, ist dumm und ignorant, um bei den gleichen Wörtern zu bleiben.
Wir Stadtverordnete wurden gewählt, um Entscheidungen zu treffen. Wenn die Entscheidung dann jemandem persönlich nicht passt, so kann er natürlich dies bei seinem nächsten Gang zur Wahlurne berücksichtigen. Er sollte aber vielleicht abwägen, wie viel für ihn und wie viel gegen ihn entschieden wurde - wenn er denn die politischen Entscheidungen so persönlich nehmen will.
Ich jedenfalls stehe für meine Entscheidungen. Und ich bin mir sicher, wenn ich mich von dieser Polemik, die die Bürgerinitiative ins Spiel gebracht hat, leiten lassen würde - dann habe ich auf der anderen Seite auch wieder Bürger stehen, die schon lange auf das Projekt Umgehungsstraße warten und mir dann mit der Abwahl drohen können.
So ist das Leben - es gibt immer zwei Seiten.
Das wurde ja auch hier im Blog erkannt.
Wie heißt es so schön bezüglich der Freiburger Umgehung: "Die Jubelstimmung bei den Nutznießern der Verkehrsverlagerung lässt leicht vergessen, dass es auch Leidtragende und Schattenseiten gibt."
Leidtragende und Schattenseiten gibt es sowohl bei einem Ja als auch bei einem Nein zur Umgehungsstraße!
Ich persönlich halte die Umgehungsstraße für wichtig. Meine anfänglichen Bedenken nachdem ich die Bürgerinitiativ-Versammlung im Brauhaus erlebt habe, haben sich aber wieder zerstreut.

Die Denkweise der Bürgerinitiative ist mir zu lokal. Um beim Schlagwort zu bleiben, globales Denken kann Erbach nur weiterbringen.
"Die B 45 ist eine der wichtigsten Straßen im Odenwald." Und der Ausbau bzw. die Umgehung von Erbach - wobei ich einfach die Wortklauberei mit Umgehung oder Untergehung oder was auch immer nicht mit machen möchte - ist nur ein kleiner Abschnitt im Regionalplan und damit in der Planung der Nord-Süd-Achse durch den Odenwald.
Man hat mir allen Ernstes das Argument entgegen gehalten, Erbach sei für die Industrie nicht mehr attraktiv. Traurig, dass es so zu sein scheint. Und noch trauriger ist es für mich, dass viele Bürger Erbachs sich mit ihrem penetranten Boykott aller zukunftsorientierter Entscheidungen immer wieder auf das Pferd setzen lassen, damit Industrieansiedlungen krampfhaft verhindern um es dann wieder bejammern zu können.
In der Stadtverordnetenversammlung wurde uns ein Schild entgegen gehalten: "Ein Ja zerstört unsere Zukunft".
Ein Ja hat bereits unsere Zukunft zerstört, nämlich das Ja zur Aufhebung des Beschlusses zur Städtefusion!
Das Argument - ein Tourist fährt dann schneller an Erbach vorbei. Dieser Satz zieht zwar viele Lacher an - aber es ist ein trauriges Argument. Meiner Meinung nach kommen die Touristen nach Erbach, weil sie hier her kommen wollen. Von den vorbeifahrenden Zufallstouristen kann Erbach nicht leben! Das Argument ist eine Farce und dient nur zur Belustigung.

Und Belustigung ist das letzte, was wir bei diesem ernsthaften Thema brauchen.
Weder kabarettistische Einlagen noch polemische Angriffe derer, die sich für ihre Stadt ehrenamtlich einsetzen, bringt uns in der Sache weiter!

Wir haben am Donnerstag nicht für das Ja oder Nein der Umgehungsstraße gestimmt. Ich habe mich auch dagegen gewehrt, die Sache mit einem Nein vom Tisch zu nehmen. Denn ich bin davon überzeugt, dass sich der Bund in seiner Planung der Nord-Süd-Achse durch den Odenwald nicht einfach nur durch ein Nein beeinflussen lässt. Ihm ist konkret vor Augen zu führen, welche Änderungen wichtig sind um das Bauvorhaben für alle Seiten erträglich zu machen. Und wenn es letztendlich zum Schluss führen kann, dass eine Umgehungsstraße wie geplant nicht erträglich ist und damit der Bau der Umgehungsstraße nicht vollzogen wird. Oder aber auch, dass eine andere Lösung gefunden wird.
Ich wehre mich dagegen, eine Planung die seit zwanzig Jahren läuft und die von meinen Vorgängern in der Stadtverordnetenversammlung mit Sicherheit nach bestem Wissen sogar vehement gefordert wurde, nun mit einem nein einfach abzulehnen.
Ich könnte auch fragen, wo war denn die Bürgerinitiative die letzten 20 Jahre?
Es gibt auch den Grundgedanken der Rechtssicherheit. Und die Betroffenen, die seit 20 Jahren auf die Umgehung warten, können sich auch darauf verlassen, dass nicht einfach ohne Bemühen anders entschieden wird.
Ein Nein führt im schlimmsten Fall dazu, dass einfach nichts mehr passiert.
Darum war für mich eine konkrete Stellungnahme mit konkreten Forderungen sinnvoller als ein "Nein"!

Die ganze Polemik hat hier überhaupt keinen Sinn. Es wäre an der Zeit, nicht nur egoistisch die Umgehungsstraße abzulehnen sondern sich ernsthaft Gedanken über Alternativen zu machen und diese fair vorzubringen.

Für mich sieht es so aus, als wenn sich hier manche einfach nur wichtig machen wollen.
Aber dann macht es bitten offen und nicht anonym.
Das ist für mich eine Farce - zu sagen, ich bin dagegen aber ich sage nicht wer ich bin.

Mit freundlichem Gruß

Tante Rosa

Andersrum denken

Liebe Frau Schmidt
mein Name ist Simone Schliermann
ich danke für Ihre differenzierte Antwort. Endlich ein Beitrag eines/r Stadtverordneten, bei dem ich das Motiv zum Ja persönlich erklärt bekomme und verstehen kann.
Allerdings erlebe ich auch bei Ihnen eine Polarisierung. Viele in und außerhalb der BUE machen sich ernsthaft Gedanken, was man anders machen kann. Daß Sie und andere sich beschmutzt und diffamiert fühlen von einigen Beiträgen kann ich verstehen, doch eine Polarisierung in Richtung der anderen Seite als Polemiker und Egoisten ist ebenso unfair. Bei den Gesprächen in und um die BUE erlebe ich viele Bürger, die sich wie Sie in einem Prozeß befinden. Ich habe ebenso wie viele in der BUE und Menschen außerhalb der BUE das Ansinnen noch weiter zu denken. Es geht einerseits um eine Anbindung an das Rhein-Main-Gebiet und um ein großräumiges Denken für Erbach und Michelstadt und nicht um diese kleinräumige Lösung der Durchgehungsstrasse.
Es geht andererseits doch um noch mehr, nämlich ein gemeinsames Konzept für die gesamte Region. Hier fehlt es noch und hier könnten sich alle mehr daran beteiligen. Die Idee mit der Umgehung Industrie herzuholen halte ich für romantisch, da fehlt eine Autobahn. Die Region und deren Menschen sollten entlang der Stärken der Region eine Entscheidung fällen. Größere Firmen gehen sowieso dorthin, wo billiger produziert wird. Unsere Stärken sind die Erholung und die Natur und die Freizeit für den Großraum Frankfurt Darmstadt Heidelberg und bis nach Heilbronn. Warum haben wir nicht Ideen in Richtung Gesundheit, Privatkliniken, Wellness, kleine Kongresse usw. also eine Art Soft-Industrie, die dann auch gleichzeitig Arbeitsplätze schafft und die gleichzeitig die Natur als Basis braucht. Mit so einem Konzept für die ganze Region sollten dann Strassen und Verkehrsplaner eingekauft werden, die sich Konzepte überlegen, die eingebunden sind in das zukünftige Wirtschaftskonzept der Region.
Bisher ist das Denken umgekehrt, man plant eine halbherzige Strasse und hofft, daß dann Firmen Kommen--Anbiederungen und Subventionen für die Industrie haben in der letzten Zeit eher zur Ausbeutung unseres Systems geführt
Wir sollten uns unserer Stärken und Ressourcen bewußt werden, wir haben was zu bieten in der Region. Wir sollten nicht aus einer geschwächten Position heraus irgendwelchen Betrieben hinterherlaufen und hoffen, daß sie kommen oder bleiben, wenn wir ihnen nur Straßen bauen.
Also erst den Mut für eine Zukunftskonzept in Richtung Natur und Soft-industrie , z.B. Gesundheit, Erholung usw. und dann darauf bezogen ein Verkehrskonzept.
Grüße und dank an all die, die sich Gedanken machen und Herzblut haben
B45er

Guten Abend Frau Schmidt,

ich danke Ihnen für diese ausführliche Stellungnahme und Ihre Dialogbereitschaft. Gleich vorweg, ich sage, dass ich der B45er bin - eine Normalität im Blogalltag, die dem Schutz der Privatsphäre dient. Sie haben sich ganz bewusst für eine Öffentlichkeitsarbeit entschieden, ich hingegen betreibe eine private Internetseite und bin kein Mitglied der Bürgerinitiative. Was diese Ihre Öffentlichkeitsarbeit betrifft, empfinde ich Ihre Forderung an eine sachliche Diskussion als gut und wichtig, allerdings hätte diese bereits im Jahr 2005 stattfinden können, als es um eine Grundsatzentscheidung zur Planung ging. Den Stadtverordneten lagen keinerlei detailierte Unterlagen vor, aus denen das immense Ausmaß der Zerstörung der Natur hätte ersichtlich werden können. In der Entscheidung folgten sie lediglich einer Empfehlung des Magistrats.

Schauen Sie, Frau Schmidt, erst mit Diskussion zum Entwurf der "Ortsumgehung" im Bauausschuss wurde eine breite Öffentlichkeit involviert in die beabsichtigten Pläne. Eine Frage, wo denn die Bürgerinitiative in den letzten 20 Jahren zu finden gewesen sei, erübrigt sich auch deshalb, weil vor zwei Jahrzehnten Erbach-West längst nicht diese starke Bebauung aufwies. Es mag sein, dass dieses Blog "egoistisch" mit dem Gesamtthema umgeht, aber ist nicht jeder Mensch in einem gewissen Maße ein Egoist, ein Individuum, welches Schutzmechanismen aufbaut bei versuchten Eingriffen in Gesundheit, Eigentum und Umwelt.

Wenn Sie sich die Mühe machten, zu analysieren, wie viele Bürgerinnen und Bürger durch den Neubau der B45 entlastet, wie viele allerdings belastet würden, kämen Sie auf das etwaige Verhältnis von eins zu fünf. Verfolgen Sie gedanklich den Straßenverlauf der momentanen "Altstrecke", Sie werden sehr viel mehr Industrie, Gewerbe und Verwaltung vorfinden, als Wohnfläche. Ganz anders schaut es in Erbach-West aus. Auf Grund der ansteigenden Gebietslage sind tatsächlich ca. fünf Mal so viele Menschen betroffen.

Wie lokal oder global eine Bürgerinitiative argumentiert, vermag ich nicht zu beurteilen. Allerdings empfinde ich Forderungen nach Schutz von Pflanzen und Tieren, Umwelthygiene und Erhalt der Böden keineswegs als ortsbezogen, vielmehr handelt es sich um Ansprüche globalen Ausmaßes und damit auch an die Sicherung unserer wie künftiger Generationen.

In einem Begriff "Untergehung", den ich bisher nicht verwandte, lesen Sie mehr als ich – bisher und Sie überbewerten die Funktion der momentanen Ortsdurchfahrt. Ein Bevölkerungsrückgang kann kein Fahrzeugmehraufkommen nach sich ziehen. Die gemachten Angaben zur tatsächlichen Belastung entsprechen nicht den Tatsachen und kommen wahrscheinlich erst dadurch zu Stande, dass mit herangezogenem Durchgangsverkehr gerechnet wird. Heute beschweren sich die Anwohner der „alten“ B45 – zu Recht – auch über nächtlichen Schwerlastverkehr, glauben Sie, dieser würde sich bei Neubau der „Ortsumgehung“ dezimieren? Ich gebe Ihnen völlig Recht, dass diese stark belasteten Anwohner einen rechtmäßigen Anspruch auf Ruhe haben, nur versuchen Sie diesen Anspruch zu erfüllen durch Neubelastung anderer. Eine Verschiebung, eine Umgehung von Problemen.

Das „Industriesterben“ ist nicht einer fehlenden „Ortsumgehung“ zuzuschreiben, sondern hat ganz andere Gründe. Allerdings wird der Odenwald nie ein starkes Wirtschaftszentrum werden. Diese Kleinode – umgeben von Ballungsräumen – gilt es zu erhalten und in touristischem Sinne zu fördern. Der Flächennutzungsplan 2007 des Regierungspräsidiums sagt nichts anderes, orientiert geradezu auf die Wertsteigerung des Erholungsangebots. Die Forderungen der EKHN passen in dieses Bild.

Die Art und Weise, wie in diesem Blog mit dem Gesamtthema umgegangen wird, widerspricht Ihrem Demokratieverständnis, das mag sein. Wie das Wort es allerdings schon sagt, beinhaltet es auch andere Darreichungsformen von Meinungen. Hätten Sie, gäbe es diese Seite nicht, solch eine Stellungnahme abgegeben? Ich bezweifle es. Wären im Jahr 2005 alle Stadtverordneten und Bürger in einer abendfüllenden „Präsentation“ des ASV zum Vorhaben zusammengekommen, hätten Bürger und Stadtverordnete damals diskutiert, wie es jetzt nachträglich versucht wird, würde Ihnen und Ihren Kollegen wesentlich mehr Achtung entgegengebracht. Der Wähler muss sich auf Mandatsträger verlassen können. Achtung voreinander baut sich durch Verständnis füreinander auf. Letzteres vermisse ich in Ihrem wohlgemerkt sehr ehrlichen und offenen Kommentar.
J. Fischer (anonym)

Sie haben als (bisher) einzige Abgeordnete ihre Meinung gesagt und das finde ich Klasse. Wenn sie in dem gleichen Atemzug dieser informativen Homepage Vorwürfe machen, dann bedenken sie mal, wie viele Argumente von Abgeordneten übernommen wurden. Auch von den Grünen und der FDP. In der Sitzung am Donnerstag war von Sprungschanze die Rede, hier heisst das Bobbahn. Manchmal kommen sogar die selben Worte bzw. Argumente vor. Das tatsächliche Informationsdefizit herrscht bei den meisten Abgeordneten der Stadt!!!

J. Fischer
Reiner Knapp (anonym)

sorry.... hab meine geistigen Ergüsse zu den Ausführungen von Frau Schmidt leider in Thema zu hoch eingefügt - also bitte nach oben scrollen

Reiner Knapp
Nadine Auerhammer (anonym)

Tut mit leid, aber jetzt muss ich mal Luf ablassen! Mein Mann und ich sind gerade vom Essen zurückgekommen. Mit dem Auto vermalledeit. Nix los, alle Ampeln blinken in Gelb. Kein Verkehr auf der 45, kein ansprechendes Ziel. Absolut nix los. Wir wären gern tanzen gegangen nach dem schönen Abend, aber hier schläft wirklich alles! Könnten sich beide Städte nicht mal auf ein attraktives Konzept einigen? Innovation in reelle Bedürfnisse? Mag der Herr Knapp seine Probs haben, die ich nicht verstehe. Wir haben unsere! Macht doch endlich mal diese gemeinsame Stadt zu einem Ziel ohne Zerstörung!
Reiner Knapp (anonym)

Hallo Frau Auermann,

wer sagt denn, dass ich irgendwelche Zerstörungen will???? Ich möchte eine für ALLE verträgliche Lösung (und damit auch für die Natur verträgliche)..

Etwas verwundert bin ich darüber, dass man jetzt nach geplatzter Fusion immer mehr fordert alles gemeinsam zu machen. Dazu stehe ich voll und ganz. Ich war einer der aktiven Befürworter der Fusion und habe auch an "Pro-Fusion-Aktionen" aktiv teilgenommen. Die toten Städte haben sicherlich nix mit der Bundesstraße zu tun - Erbach und Michelstadt sind abends oft tot. Also - sie werden mit oder ohne Bundesstraße in Erbach nicht tanzen. Wer sagt, dass ich gegen gemeinsame Konzepte bin? Ich spreche mich von Anfang an für eine Gesamtlösung aus. Nur nicht die gesamte Verhinderung. Das ist mein Prob. Ich würde es als fair empfinden, wenn sie Ihre Probs auch auf eine Gemeinsamkeit aller Erbacher und Michelstädter Bürger ausrichten würden. Es gibt doch schon verschiedene Vorschläge - also... dann muss man sie mit Land und Bund besprechen.

Ich wünsche Ihnen trotz des ausgestorbenen Mümlingtals ein schönes Wochenende

Reiner Knapp
Heike Schmidt (anonym)

Danke Frau Schliermann für ihre sachlichen Argumente und Herr Knapp, Sie sprechen mir aus der Seele.

B45er, bleiben Sie ruhig in ihrer Privatsphäre geschützt! Ich habe damit kein Problem, halte es nur nicht für richtig, eine Site zu betreiben, in der öffentlich diffamiert wird und man selbst sich auf die Privatsphäre zurückzieht. (Entschuldigen Sie bitte den Ausflug in die Polemik)

Mir wird gratuliert, dass ich als einzige Stadtverordnete hier eine Stellungnahme abgebe.
Herr Fischer - das Internet ist noch nicht so ganz das übliche Medium, um politische Diskussionen zu führen. Sprechen Sie die Stadtverordneten an, und ich verspreche Ihnen, es wird Ihnen jeder zuhören.
Leider ist es nur so, dass viele erst dann behaupten, man habe ihnen zugehört, wenn man dann auch ihrer Meinung ist.
Für mich ist es sinnvoll, eine sachliche Diskussion zu führen, in der man im Besten Fall überzeugt oder aber gemeinsame Kompromisse findet.

Eine Stellungnahme hätten sie non mir in jedem Fall auch ohne diese Site haben können. Ich stehe vor und nach den Sitzungen und auch ansonsten für Diskussionen zu Problemen immer zur Verfügung. Sie wären nicht der erste, der bei mir am Esstisch sitzen würde um mir Anregungen und Probleme vorzutragen.

Aber ich habe nicht erlebt, dass man im Thema BU sachlich mit mir diskutieren wollte.
Lassen Sie mich einen Fall schildern:
Nach der Bauausschusssitzung kommt ein Mann zu mir, er habe eine Frage. Seine Frage entwickelt sich zu einem Monolog, der damit endet, dass er immer lauter werdend den Saal verlässt ohne mir auch nur die Chance zu einem Wort zu geben. Ich hätte noch nicht mal sagen können - Sie haben Recht.
Damit erreichen wir nichts, das ist keine sachliche Diskussion.
Und hier steht meine Meinung fest: ich sage nicht nein zur BU um der einen Seite genüge zu tun und gleichzeitig anderen auf die Füße zu treten. Ich will sachliche Lösungen finden, die möglichst erträglich sind für alle Betroffenen. Allein darum geht es. Und nicht darum, wer hätte wann etwas wissen können oder wer hätte mehr oder weniger belastet sein können. Hätte, wäre - fürchterlich Worte, die man aus dem Wortschatz verbannen (nicht sollte sondern) muss.
Die Grünen haben bereits bei der letzten Entscheidung die BU abgelehnt, die FDP gab es nicht.
Somit ist es ein leichtes, nun einfach ein nein zu fordern ohne sich Gedanken machen zu müssen, was vorher anderen versprochen wurde.
Ich bleibe aus Gründen der Rechtssicherheit dabei und suche Kompromisse, denn meine Vorgänger haben die Basis für die BU geschaffen. Was im übrigen auch Kosten verursacht hat, die ich mit einem nein einfach in den Wind schieße.

Themen wie Wellness, Stadtmarketing, Bewußtsein unserer Stärken und Ressourcen - Frau Schliermann, seien Sie gewiss, dass diese Themen an vorderster Stelle stehen. Auch die Zusammenarbeit mit den anderen Kommunen insbesondere Michelstadt steht immer wieder im Vordergrund. Für Anregungen sind wir immer dankbar.
Leider hat die geplatzte Fusion nicht dazu beigetragen, in diesen Themen voran zu kommen.
Aber das Thema BU muss losgelöst davon betrachtet werden!

Frau Auerhammer, ich kann ihre Probleme verstehen. Ich würde auch gerne tanzen gehen, Kultur erleben ohne danach noch stundenlang Auto fahren zu müssen. Aber die ständigen Boykotte aus der Bevölkerung tragen nicht dazu bei, den Odenwald in dieser Richtung attraktiver zu machen.
Ich erlebe all diese Diskussionen nur als Hemmnis und nicht als fördernd für eine Entwicklung im Odenwald, egal in welcher Richtung.
Die Autobahn wurde abgelehnt, die Fusion wurde abgelehnt, die BU wird abgelehnt - aber der Bürger beklagt sich über mangelnde Attraktivität....
J. Fischer (anonym)

Sehr geehrte Frau Schmidt,

warum bekomme ich das Gefühl nicht los, sie versuchen sich selbst von Argumenten zu überzeugen, die keine sind? Mehr noch, ich habe den Eindruck, daß sie wissen, daß die Entscheidung ein Fehler war. Frau Auerhammers Beitrag zielte sicher auf die Unattraktivität der Stadt hinsichtlich der kulturellen Angebote. Eine Schnellstraße war da nicht gemeint und die wird die Stadt verschandeln.
Sie schreiben "das Thema BU muss losgelöst davon betrachtet werden", also von den Entwicklungskonzepten Erbachs. Entschuldigen sie bitte, aber das ist doch ein absolutes Scheuklappendenken. Es kann doch nicht erst die Verkehrsplanung kommen und dann die Stadtplanung.
Die Formulierung "Aus Gründen der Rechtssicherheit" ist doch kein Standpunkt! Sie wollen Rechtssicherheit geben und nehmen anderen genau das, was Recht bedeutet. Ich glaube auch, wenn die Bürgerinnen und Bürger sich nicht zur Wehr gesetzt hätten, wäre das Ganze durchgewinkt worden wie in 2005. Der B45er hat die vorbildlichen Diskussionen in Groß-Bierberau erwähnt. Warum haben unsere Stadtväter das nicht für notwendig angesehen??? Weil keiner nachgefragt hat? Wo blieb da diese "Rechtssicherheit"?

Mit freundlichen Grüßen
B45er

Fairness

Hallo liebe Besucher!

Mein teils sarkastischer Schreibstil zwingt niemanden, gleichzuziehen. Wir sitzen alle in einem Boot. Wer sich darin verschaukelt fühlt, kann dies gern kundtun, allerdings unter der Prämisse des notwendigen Respekts, wenn nicht gegenüber der Funktion der Person, so doch zumindest gegenüber dem Menschen. Meine Respektlosigkeit möchte ich als "Volksschnauze" verstanden wissen, als konstruktiven Beitrag zu Denkprozessen. Falls aus diesem Ansinnen nur noch Zyniker mutieren, ist das Ziel verfehlt.

Wut, Ängste, Zweifel und Meinungen müssen sich Gehör verschaffen dürfen. Persönliche Angriffe allerdings werden sich ins Gegenteil verkehren, indem der Wortschall in die Leere verhallt. Auch ich bezweifle Aussagen und Argumente. Frau Schmidt allerdings ist von diesen überzeugt und die Freiheit ist bekanntermaßen immer nur Freiheit des Andersdenkenden. Auch Mut gehört dazu.
martin (anonym)

hallo herr b45er, einer ihrer hervorragenden beiträge ist betitelt mit eine schallende ohrfeige. genau diese haben die bürger mit voller wucht ins gesicht bekommen. das sollten unsere volksvertreter wissen, weil sie die aufgabe haben, nein hätten, unsere interessen zu vertreten! dafür haben sie sich zur wahl aufstellen lassen, dafür haben sie programme und ziele vorgestellt, dafür sind sie gewählt worden. wenn dann heute das argument kommt, ihr braucht mich ja nicht mehr zu wählen, ist das noch ein hieb ins gesicht. gerade so wie bürgermeister buschmann meinte, ich kann ja auch gehen. die abgeordneten sollten sich ihrer verantwortung bewusst werden und nicht mit argumenten ihres JA daherkommen, die mehr als schwammig sind. ich habe noch kein einziges vernünftiges, ich meine unwiderlegbares argument gehört oder gelesen. das finde ich unerträglich.
gruss martin
Jens Oltner (anonym)

Könnte vielleicht bitte jemand zu der Namensliste hinzufügen, WER in WELCHER Partei ist und WIE die einzelne Abstimmung lautete? Wäre supi, ich weiss nicht mal in welcher Partei Sie sind Frau Schmidt.
Heike Schmidt (anonym)

Ende

Erst einmal vielen Dank Herr oder Frau? B45er. Eigentlich ist es das, um was ich gebeten habe - sachliche und vor allem faire Diskussion.
Eine Ohrfeige bekommt man leider oft wenn man sich engagiert. Und ich habe nicht gesagt, dann wählt mich eben nicht mehr. Ich will für alle eine gute Lösung finden und nicht die eine absegnen oder die andere absägen. Eine Lösung finden wir aber nie, wenn man nur auf jemanden eindrischt. Das ist die einfache Zusammenfassung.
Und es ist eine ziemlich egoistische Einstellung - einfach nein zu sagen ohne Rücksicht wie es dann weitergeht. Einfach nein, weil man selber belastet wird. Und ich unterstelle jetzt mal, dass ohne eigene Belastung das Thema hier die meisten gar nicht interessieren würde!
Eine Farce ist es auch, dass ich die BU in der geplanten Form auch nicht unterstütze so wie es niemand der Parlamentarier getan hat. und versuchen möchte, eine erträgliche Form zu finden. Aber hier will man ja nur draufhauen.

Die Spitze des Genusses ist aber, dass dann auch noch die einzelnen Namen nicht genug sind. Wer nach der Partei fragt, zeigt damit wie desinteressiert er eigentlich am städtischen Parlament ist.
Ich gehöre der Fraktion der SPD an, bin im Ausschuss für Märkte und Kultur und seit zarten 6 Wochen auch im Bauausschuss. Und ich bekomme die Ohrfeige, weil ich versuche mich zu engagieren und nicht einfach nur ja oder nein zu sagen.
Meine Fraktionszugehörigkeit ist im übrigen auf der homepage der Stadt Erbach erkennbar. Und demnächst auch meine email-Adresse - wenn sie nicht schon dort stehen sollte.
Ich wünsche allen eine gute Zeit. Ich werde an dieser unsachlichen und unfairen Schlacht in dieser Form nicht mehr teilnehmen. Ich habe auch noch kein vernünftiges also unwiderlegbares Argument gehört, dass mir nicht die "Gegenseite" auch entgegen halten kann. Ich diskutiere nur noch mit Menschen, die mir dabei in die Augen schauen können.

Gruß Heike Schmidt
Jens Oltner (anonym)

Entschuldigung Frau Schmidt, aber vielleicht geht das Stadtparlament an UNS vorbei, anstatt wir an ihnen. Ich hab mir jetzt wirklich noch mal alle Kommentare durchgelesen, sie sind zwar hart, aber fair. Von draufhauen kann also wirklich nicht die Rede sein. Was sie einfordern, nämlich ein vernünftiges, also unwiderlegbares Argument war ja ZUVOR schon an SIE als Politikerin gerichtet!!! Sie schreiben, sie wollten eine sachliche Diskussion, begegnen aber mit *kopfschüttel* haargenau den gleichen Argumenten, die sie gleichzeitig ABWEISEN als unsachlich. Das ist wir ein PING-PONG oder Trüffelsuchen. Kommen Sie doch mal nach Erbach-West, SIE und IHRE Partei können uns gerne in die Augen schauen, wenn sie Rede und Antwort stehen zu IHRER Entscheidung. Machen sie einen Infostand wie zu den Wahlen. Die Leute werden zu Scharen kommen! Wofür brauchts da eine Emailadresse?

Schuster Knapp

Sehr geehrter Herr Knapp,
in der Vergangenheit haben sich bewußt Menschen an Hauptstraßen angesiedelt um Geschäfte zu machen oder um Handel zu treiben. So bestimmt auch Ihr Großvater, der dort jahrelang seine Schusterei betrieb. Ich kann mich nämlich ganz gut erinnern, als mich meine Mutter, als ich noch ein kleines Kind war, immer zu seiner Schusterei mitnahm. Sicherlich haben dort auch viele "Durchfahrer" ihre Schuhe reparieren lassen.
Als sein Nachfahre sind Sie sicherlich so zum Besitz der Immobilie gekommen.Sie haben damit den Verkehr bewusst in Kauf genommen. Deshalb verstehe ich Ihre Argumentationen nicht. Der Verkehr ist nicht zu Ihnen gekommen, sondern Sie zum Verkehr!

uffm Buckl wohner (anonym)

Schuld an der ganzen Misere ist einzig und alleine die Kreisstadt Erbach und somit, als oberste Instanz, auch die Stadtverordnetenversammlung mit den von uns gewählten Mandatsträgern. Schließlich haben die jetzigen Stadtverordneten bzw. deren Vorgänger uns in diese Situation gebracht. Im Rahmen ihrer parlamentarischen Arbeit hatten diese genau zwei Möglichkeiten:

1. Beibehaltung der B45-neu Planungen und KEINE Neuausweisung von Siedlungsflächen in Erbach West
2. Hinwirken auf eine Neuplanung mit geänderter Trassenführung und anschließend Neuausweisung von Siedlungsflächen in Erbach West.

Das Wissen, dass sich ein Wohngebiet und eine Umgehungsstraße einander ausschließen, sollte wohl jeder Parlamentarier damals schon gehabt haben.

Kleine rhetorische Frage: Was haben die Parlamentarier gemacht? Zumindest offensichtlich nicht nachgedacht...

Flossen nicht sogar extra städtische Gelder um Teile des Sophienhofes umzusiedeln? Hat dieser Landwirt nicht neue Stallungen ganz nah am Waldrand an der Schwarzen Chaussee gebaut um möglichst weit weg von der NEUEN Wohnbesiedlung zu kommen?

Von Seiten der städtischen Verwaltung wird wie in einem Geheimbund gearbeitet - möglichst nur die mit Information versorgen bei denen es sich nicht vermeiden lässt. Im September 2004 war das ASV im Odenwald und hat seine Vorentwurfsplanung einer handverlesenen Gruppe (Magistrat und zwei Ausschüsse) vorgestellt. Wahrscheinlich in nichtöffentlicher Sitzung. Tagt der Magistrat doch sonst auch immer nichtöffentlich. Der weitere Informationsfluss an alle anderen Parlamentarier läuft dann via "Stille Post". Im Juli 2005 wurde diesen wahrscheinlich noch gesagt, da könne man ohne Bauchschmerzen zustimmen, schließlich würde die Straße nach menschlichem Ermessen nie gebaut werden. Anders kann man es sich kaum vorstellen. Die Bevölkerung informieren ist da sowieso nur lästig.

Was mich ärgert ist das Verhalten der Abgeordneten von heute. Sich als jetzige(r) Stadtverordnete(r) hinzustellen und zu sagen, ich hab mir meine Entscheidung nicht leicht gemacht, meine Vorgänger haben sich da schon sehr viele Gedanken darüber gemacht und jeder in Erbach West hätte in den Bebauungsplan schauen können, zeugt nicht gerade von Weitsicht. Wer ein Wohngebiet entlang einer geplanten Umgehungsstraße erweitert hat auch NICHT in den Bebauungsplan geschaut! Und was für ein Argument soll denn Rechtssicherheit sein? Hier wird keiner die Stadt in Regress nehmen wenn sie eine Neuplanung fordert. Zu planen und auch neu zu planen ist das tägliche Brot beim ASV. Kaum zu glauben aber wahr, die werden dafür sogar bezahlt. Und da es eine Amt ist, stehen die mit ihren Planungen mitten in der Politik. Das ist nicht wie unter privaten Vertragspartnern. Mit dem Buschmann'schen Regress Argument kann man auch jede Tunnelverlängerung totschlagen bzw. die Kosten auf die Stadt abwälzen. Das glauben die aktuellen Stadtverordneten ja auch nicht. Soll der Tunnel doch mehr als doppelt so lange werden.

Ein Hinweisen, in der Politik könne man nur gemeinsam Dinge erreichen, muss für viele wie Hohn klingen. Läuft der Großteil unsere Volksvertreter lieber ähnlich der Lemminge den vorliegenden Planungen, die in der Gegenwart noch schlechter sind als sie dies schon vor 30 Jahren waren, hinterher. Unfähig die Reißleine an diesem Projekt zu ziehen und einen Neuanfang zu wagen. Hier ist wahrlich kein Wille zu erkennen etwas gemeinsam bewegen zu wollen. Schade, schade.

Große Industrieansiedlungen werden keine in den Odenwald kommen. Dafür sind sämtliche Autobahnen zu weit weg. Eine CoFa wäre mit der Umgehung auch nicht in Michelstadt geblieben. Wie hoch ist noch mal der Quadratmeterpreis für Gewerbeflächen im Gräsig? Es soll Gemeinden in Autobahnnähe geben, die ihre Flächen quasi verschenken. Naja, es soll ja auch ganz viele Gemeinden geben die den Bevölkerungsrückgang durch Neuausweisung von Siedlungsflächen stoppen wollen.

Ansonsten gefällt mir die Tunnelvariante von B45 ganz gut. Nur würde ich die Innenstadtanbindung (Am Treppenweg???) fallen lassen. Sie entspricht dann in etwa der Variante 4 in den Planungsunterlagen.
Zitat: "Die Variante 4 wurde vom BUND vorgeschlagen und beschreibt die
Untertunnelung der B 45 zwischen Rathaus und Landratsamt. Dies hätte den
Abbruch vieler Häuser zu Folge, da im Bereich der Tunnelportale ein
vierspuriger Ausbau notwendig wäre, um den Ziel-, Quell- und Binnenverkehr
am Tunnel vorbei zu führen. Aus verkehr- und städtebaulichen Gründen wurde
diese Lösung von allen übrigen Beteiligten abgelehnt."

Diese Ablehnung verstehe ich nicht. Der Tunnel könnte doch auch ein paar Meter länger werden (dann ca. 1,7 km). Die Michelstädter Straße im Norden ist mit beidseitigen Randstreifen, Fuß- und Radweg breit genug. Fußgänger und Radfahrer könnten auch auf die benachbarte Robert-Bosch-Straße ausweichen. Da muss nix abgerissen werden. Im Süden könnte der Tunnel bis hinter den Bahndamm gegraben werden. Bis etwa an die Stelle, wo in der jetzigen Planung beide Trassen B45 alt und neu aufeinandertreffen. Das ließe sich bestimmt auch machen. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. An mangelnder Ingenieurskunst kann es nicht liegen. Und eine Neuplanung ist auf alle Fälle günstiger als die Umsetzung einer schlechten Planung.

Ansonsten interessiert mich nur wie die Damen und Herren Stadtverordneten reagieren werden, wenn das ASV ihnen durch die Blume klar macht, dass bei ihnen ein Rädchen locker sein muss wenn sie eine mehr als Verdoppelung der Tunnelstrecke ins Wasserschutzgebiet hinein fordern und man Seitens ASV und Bauträger nicht bereit sei die Kosten hierfür zu übernehmen. So weit hat sicherlich wieder kaum einer gedacht.

Dann mal weiterhin ein frohes Augen zu und durch.
Corinna Wolff (anonym)

ergänzung zu schuster knapp

die b45-site erfreut sich GROSSER beliebtheit in meinem arbeitsumfeld. ein kollege hat mir heute einen tipp gegeben, den ich gerne hier weitergebe (siehe links).
grüsse, conny

hier macht der herr knapp gar nicht schlapp

https://erbach-michelstadt.eu/de/sagen-sie-uns-ihre-meinung/forum-von-meinungen-fragen-antworten/caching/off/?view=single_conf&cat_uid=1&conf_uid=2

hier seine nahgestellte position zu herrn schnur (rechte spalte unten)

http://www.odenwaldkreis.de/pdf/organigramm011207.pdf
Reiner Knapp (anonym)

Hallo Frau Wolf,

jepp - da macht der Knapp net schlapp..... schöne Aussage. Es stimmt ICH engagiere mich schon mein ganzes Leben in Dingen, die dem Gemeinwohl dienen oder dienen könnten - wie auch in der Fusionsbewegung. Mir geht es nicht um EIGENE Interessen, wie so Vielen im Moment. Auch derzeit habe ich vielfach betont, dass ich nicht die Straße von A nach B verlegt haben will, sondern verträgliche Lösungen suchen möchte.

Eine politisch nahgestellte Position zu unserm Landrat ist von Ihnen erfunden - ich bin in keinerlei Partei Mitglied noch aktiv noch sonst was.

Dass ich im Landratsamt arbeite (und dort auch in Führungsposition) hat wohl nichts mit der Bundesstraße zu tun. Oder könnten Sie sich nicht vorstellen, dass ein Anlieger direkt an der Bundesstraße auch seine Meinung sagen mag????????

Weiterhin habe ich bisher von meinem Chef - dem Herrn Landrat Schnur - diesbezüglich noch keine Meinung vernommen, also kann ich ihm gar nicht nach dem Mund reden, wenn ich nicht weiß wie er dazu steht. Im Gegenteil - eher werde ich in der Verwaltung schief angesehen, wenn ich mich hier in diesem lokalpolitischen Bereich engagiere. Aber selbst hier gilt, dass es um eine Stellungnahme des Landrates (bzw. den Fachleuten der Verwaltung) geht - und um keine Entscheidungsbefugnis.

So Frau Wolf. Googeln Sie mal etwas unter dem Namen Reiner Knapp, dann werden Sie auch noch meine Tätigkeit im Finanzministerium finden, als ehemaliger Schulförderveins-Vorsitzender, als ehemaliger Vorsitzender der Elternbeiratschaft, ehemaliges Mitglieder der Feuerwehr, des Spielmannszuges, des Stenovereines des................ Ach so... sollten Sie weitere Daten über mich benötigen - ein Anruf genügt (06062/62631), ich wüsste nichts in meinem Leben was ich verbergen wollte oder sollte. Also - rufen Sie mich an und Sie bekommen von Schuhgröße über Konfektionsgröße bis hin zu meinem Gehalt (als Beamte ist das ohnehin alles offen und nachlesbar) alles erläutert.

Soviel zur Tätigkeit zum Allgemeinwohl...... Aber erlauben Sie mir bitte, dass ich in einem Verfahren, das mich höchst selbst betrifft auch MEINE Meinung sage - das ist nicht die Meinung eines Stadtverordneten, eines Magistratsmitgliedes, eines Bürgermeisters, einer Kreisverwaltung, eines Landrates, einer Landtagsabgeordneten... usw... es ist MEINE MEINUNG (bin jedenfalls alt und standhaft genug meine Meinung zu vertreten).

So Frau Wolf ich denke wir können gerne weiter auf ner persönlichen Ebene hin und her hacken. Mein Ansinnen ist eine praktikable und zufriedenstellende Lösung für ALLE!!!!

Übrigens - noch ne kleine Anmerkung.... die "demokratisch korrekte Zensur" hat meine Beiträge in diesem mich persönlich angreifenden Thema alle gelöscht.... ich denke auch diese Antwort wird gelöscht werden. Es freut mich, dass die BUE'ler so ein gestörtes Selbstbewusstsein haben, dass von ihnen abweichende Meinungen gelöscht werden. Ich finde es lustig und es ist eine Genugtuung für mich zu sehen, wie ein einzelner Mensch so eine Organisation "aufgemischt" hat.

viele Grüße von der Bundesstraße alt

Reiner Knapp
anonym wie alle (anonym)

Horizont ist der Abstand zwischen Brett und Stirn

Horst (anonym)

Mir ist neu, dass diese Seite was mit der BUE zu tun hat. Ist dies so? Warum gibvt es dann eine eigene BUE-Seite?
Reiner Knapp (anonym)

.....es ist so....
B45er

:-))) ... Herr Knapp, vor einigen Jahren wirkte ich ein Mal in einer Bürgerinitiative ganz anderer Ausrichtung mit. Diesbezüglich habe ich mein Lehrgeld gezahlt. Wäre ich eines dieser heutigen Mitglieder, könnte ich mir selbst eine sehr wichtige Frage beantworten, die nach der Stille um die Bürgerinitiative Ortsumgehung B45. Sachlichkeit, die Sie einfordern, bitte ich also auch gebührend zu schenken.
K. A. (anonym)

@Knapp

Knapp, Kreuzschlitzschrauben waren gestern. Das Mittelalter kam vorher. Du verstehst? Bringen wir es doch auf den Punkt wenn du willst!
B45er

Hallo K. A., ich bitte Sie, Ihre privaten Fehden andernorts auszutragen. Für diverse Mitteilungen stehe ich unter der bekannten und rechts oben angegebenen Email-Adresse zur Verfügung.
Reiner Knapp (anonym)

Hallo....

Lieber B 45er - danke.,... Privathfehden waren NIE von mir beabsichtigt - im Gegenteil. Ich möchte nicht auch noch dieses Forum "kaputt machen" - wäre sehr schade darum, weil doch Meinungsäusserungen gefragt sind.

Gerne können Sie alle meine Beiträge löschen, wenn es zu Verwirrungen und Aggressionen führt (das Gleiche gilt für die BUE-HP - werde ich auch noch mitteilen).

Wenn ich ehrlich bin, kann ich auch nix mit Kreuzschlitzschrauben und Mittelalter anfangen. Ich verstehe genau nicht. Und es kann auch auf den Punkt gebracht werden, was auf den Punkt zu bringen ist. Diese Drohungen sind lächerlich, zumal ich ja TOTAL auf der Seite der "B 45-Gegner" stehe (weil ich es täglich erlebe). Ist egal - auch wenn ich keinen Sinn in den persönlichen Angriffen entdecken kann, bleibe ich trotzdem bei meiner Meinung, dass wir gemeinsame Wege finden können das Problem irgendwie gemeinsam zu klären (ausser diese Angriffe gehen immer weiter - ich habe heute zum Beispiel fünf anonyme Anrufe bekommen, die lediglich Schimpfworte übelster Art ins Telefon gebrüllt haben und dann aufgelegt - das beindruckt mich herzlich wenig).

So - bei dem Wetter wünsche ich Ihnen einen wunderschönen Grillabend (oder ähnliches) und verbleibe mit höflichen Grüßen

Reiner Knapp

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