Eine Frage der Ehre
MELDUNG IM ODENWÄLDER ECHO VOM 15.04.2008:
„FDP gegen Umgehung
Infrastruktur: Erbacher Liberale kritisieren derzeitige Variante der geplanten Straße
ERBACH. In einer Pressemitteilung lehnt der Vorstand der FDP Erbach die vorgelegte Planung zur neuen B-45-Ortsumgehung Erbach ab. Nach Ansicht der Liberalen gibt es bessere Varianten, die gerade im neuen Miteinander mit der Nachbarstadt Michelstadt umfangreicher, ganzheitlicher und verträglicher gestaltet werden könnten und neu zu erarbeiten seien. Nach Anhörung der Ausführungen des Amts für Straßen und Verkehrswesen (ASV) und der Gegenargumente könne die vorgelegte Variante nur als die schlechteste Lösung der möglichen Varianten gewertet werden.
Bei allem Verständnis für die Anwohner der bestehenden B-45-Ortsdurchfahrt mache es jedoch keinen Sinn 42 Millionen Euro zu investieren mit dem Ergebnis einer nur geringen Entlastung für sie und einer hohen neuen Belastung der B-45-neu-Anwohner.
Die FDP befürchtet `eine starke Lärmbeaufschlagung aller seitlich und oberhalb der neuen Trasse gelegenen Gebiete, so dass auch der östliche Stadtkernbereich betroffen wäre´. Schließlich würde ihrer Ansicht nach das Projekt den Anstrengungen und Investitionen zuwider laufen, um den Tourismus als einen der wichtigsten Wirtschaftszweige des Odenwaldes zu stärken. Nach dem Bau der Umgehungsstraße würde ein Tourist bei der Durchfahrt durch Erbach und Michelstadt nichts als hässliche, schallreflektierende Wände sehen. Und Erbach werde dann wortwörtlich `durch einen tiefen Graben gespalten´.
Unter anderem kritisieren die Liberalen außerdem die nicht an heutige Bebauungsdaten angepasste Planung, den massiven Eingriff in Natur und Landschaftsbild sowie hohe Folgekosten für Erbach mit dem Ausbau der Kreisstraße 42 und der Anbindung der Werner-von-Siemens-Straße. Die FDP-Erbach spricht sich für eine Ortsumgehung aus, die auch Ihren Namen verdient."
Hier der Gesamtwortlaut:
"Erbach 12.4.2008 - Nach unserer Ansicht gibt es bessere Varianten, die gerade im neuen Miteinander mit unserer Nachbarstadt Michelstadt umfangreicher, ganzheitlicher und verträglicher gestaltet werden können und neu zu erarbeiten sind.
Nach Anhörung der Ausführungen des ASV und der Gegenargumente kann die vorgelegte Variante nur als die schlechteste Lösung der zur Verfügung stehenden Varianten gewertet werden.
Bei allem Verständnis für die Anwohner der bestehenden B45-Ortsdurchfahrt macht es jedoch keinen Sinn 42 Mio. € zu investieren und als Ergebnis eine nur geringe Entlastung der B45-alt-Anwohner und eine hohe neue Belastung der B45-neu-Anwohner zu erhalten.
Auch befürchten wir eine starke Lärmbeaufschlagung aller seitlich und oberhalb der neuen Trasse gelegenen Gebiete, so dass auch der östliche Stadtkernbereich betroffen wäre.
Wie man in den letzten Tagen der Presse entnehmen konnte, wurden viele Anstrengungen und Investitionen unternommen, um den Tourismus, als einen der wichtigsten Wirtschaftszweige des Odenwaldes, zu stärken und damit zukunftsfähig zu machen. Nun sollten 42 Mio. € ausgegeben werden, um riesige, teilweise bis zu 5 Meter hohe Schallschluckwände zu erstellen. Die Folge ist, dass ein Tourist bei der Durchfahrt durch Erbach und Michelstadt nichts als hässliche, schallreflektierende Wände sieht, die nur einen Wunsch zulassen: Gas geben, dass man diese unwirkliche Stätte so schnell wie möglich hinter sich lässt.
Wenn man sich mit den für die Geschicke der Stadt Erbach Verantwortlichen unterhält, so kann man sich des Eindruckes nicht erwehren, dass nach der jetzigen Visualisierung der Art und des Umfanges der Umgehungsstraße gerade bei den damaligen Befürwortern des Planes sich vermehrt Ablehnung breit macht. Dies möchte man aber wohl nicht öffentlich kundtun, um sich nicht eingestehen zu müssen, das Projekt auf dem Plan nicht im völligem Umfang überblickt zu haben.
Erbach wird, wenn diese Strasse tatsächlich in der geplanten Form umgesetzt wird, wortwörtlich `durch einen tiefen Graben gespalten´.
Hauptkritikpunkte sind für uns:
- Zusätzliche Emissionsbelastungen großer Wohngebiete,
- zu geringe Entlastung der Anwohner B45-alt,
- keine den tatsächlichen Gegebenheiten angepasste Planung (Bebauungsdaten aus 1985!),
- massiver Eingriff in Natur und Landschaftsbild,
- keine ganzheitliche Lösung für Erbach-Michelstadt,
- hohe Folgekosten für Erbach (Ausbau K42 und Werner-von-Siemens-Strassen-Anbindung),
- Einbußen im Tourismus.
Die FDP-Erbach spricht sich für eine Ortsumgehung aus, die auch Ihren Namen verdient. Die neue Strasse muss der großen Mehrzahl der Bürger Erbach´s eine Entlastung bringen und dies sehen wir in der vorliegenden Variante nicht umgesetzt.
FDP-Erbach
Gez. Vorstand“
„FDP gegen Umgehung
Infrastruktur: Erbacher Liberale kritisieren derzeitige Variante der geplanten Straße
ERBACH. In einer Pressemitteilung lehnt der Vorstand der FDP Erbach die vorgelegte Planung zur neuen B-45-Ortsumgehung Erbach ab. Nach Ansicht der Liberalen gibt es bessere Varianten, die gerade im neuen Miteinander mit der Nachbarstadt Michelstadt umfangreicher, ganzheitlicher und verträglicher gestaltet werden könnten und neu zu erarbeiten seien. Nach Anhörung der Ausführungen des Amts für Straßen und Verkehrswesen (ASV) und der Gegenargumente könne die vorgelegte Variante nur als die schlechteste Lösung der möglichen Varianten gewertet werden.
Bei allem Verständnis für die Anwohner der bestehenden B-45-Ortsdurchfahrt mache es jedoch keinen Sinn 42 Millionen Euro zu investieren mit dem Ergebnis einer nur geringen Entlastung für sie und einer hohen neuen Belastung der B-45-neu-Anwohner.
Die FDP befürchtet `eine starke Lärmbeaufschlagung aller seitlich und oberhalb der neuen Trasse gelegenen Gebiete, so dass auch der östliche Stadtkernbereich betroffen wäre´. Schließlich würde ihrer Ansicht nach das Projekt den Anstrengungen und Investitionen zuwider laufen, um den Tourismus als einen der wichtigsten Wirtschaftszweige des Odenwaldes zu stärken. Nach dem Bau der Umgehungsstraße würde ein Tourist bei der Durchfahrt durch Erbach und Michelstadt nichts als hässliche, schallreflektierende Wände sehen. Und Erbach werde dann wortwörtlich `durch einen tiefen Graben gespalten´.
Unter anderem kritisieren die Liberalen außerdem die nicht an heutige Bebauungsdaten angepasste Planung, den massiven Eingriff in Natur und Landschaftsbild sowie hohe Folgekosten für Erbach mit dem Ausbau der Kreisstraße 42 und der Anbindung der Werner-von-Siemens-Straße. Die FDP-Erbach spricht sich für eine Ortsumgehung aus, die auch Ihren Namen verdient."
Hier der Gesamtwortlaut:
"Erbach 12.4.2008 - Nach unserer Ansicht gibt es bessere Varianten, die gerade im neuen Miteinander mit unserer Nachbarstadt Michelstadt umfangreicher, ganzheitlicher und verträglicher gestaltet werden können und neu zu erarbeiten sind.
Nach Anhörung der Ausführungen des ASV und der Gegenargumente kann die vorgelegte Variante nur als die schlechteste Lösung der zur Verfügung stehenden Varianten gewertet werden.
Bei allem Verständnis für die Anwohner der bestehenden B45-Ortsdurchfahrt macht es jedoch keinen Sinn 42 Mio. € zu investieren und als Ergebnis eine nur geringe Entlastung der B45-alt-Anwohner und eine hohe neue Belastung der B45-neu-Anwohner zu erhalten.
Auch befürchten wir eine starke Lärmbeaufschlagung aller seitlich und oberhalb der neuen Trasse gelegenen Gebiete, so dass auch der östliche Stadtkernbereich betroffen wäre.
Wie man in den letzten Tagen der Presse entnehmen konnte, wurden viele Anstrengungen und Investitionen unternommen, um den Tourismus, als einen der wichtigsten Wirtschaftszweige des Odenwaldes, zu stärken und damit zukunftsfähig zu machen. Nun sollten 42 Mio. € ausgegeben werden, um riesige, teilweise bis zu 5 Meter hohe Schallschluckwände zu erstellen. Die Folge ist, dass ein Tourist bei der Durchfahrt durch Erbach und Michelstadt nichts als hässliche, schallreflektierende Wände sieht, die nur einen Wunsch zulassen: Gas geben, dass man diese unwirkliche Stätte so schnell wie möglich hinter sich lässt.
Wenn man sich mit den für die Geschicke der Stadt Erbach Verantwortlichen unterhält, so kann man sich des Eindruckes nicht erwehren, dass nach der jetzigen Visualisierung der Art und des Umfanges der Umgehungsstraße gerade bei den damaligen Befürwortern des Planes sich vermehrt Ablehnung breit macht. Dies möchte man aber wohl nicht öffentlich kundtun, um sich nicht eingestehen zu müssen, das Projekt auf dem Plan nicht im völligem Umfang überblickt zu haben.
Erbach wird, wenn diese Strasse tatsächlich in der geplanten Form umgesetzt wird, wortwörtlich `durch einen tiefen Graben gespalten´.
Hauptkritikpunkte sind für uns:
- Zusätzliche Emissionsbelastungen großer Wohngebiete,
- zu geringe Entlastung der Anwohner B45-alt,
- keine den tatsächlichen Gegebenheiten angepasste Planung (Bebauungsdaten aus 1985!),
- massiver Eingriff in Natur und Landschaftsbild,
- keine ganzheitliche Lösung für Erbach-Michelstadt,
- hohe Folgekosten für Erbach (Ausbau K42 und Werner-von-Siemens-Strassen-Anbindung),
- Einbußen im Tourismus.
Die FDP-Erbach spricht sich für eine Ortsumgehung aus, die auch Ihren Namen verdient. Die neue Strasse muss der großen Mehrzahl der Bürger Erbach´s eine Entlastung bringen und dies sehen wir in der vorliegenden Variante nicht umgesetzt.
FDP-Erbach
Gez. Vorstand“
B45er